Frauen gehen gut mit Geld um. Warum machen sie nicht mehr daraus?

Geld für schlechte Zei­ten zurück­le­gen – sowohl Frauen als auch Män­ner sehen hier haupt­säch­lich den Grund für das Spa­ren. Wie die Geld­an­lage aus­se­hen soll? An die­ser Stelle schei­den sich die Geis­ter. Män­nern wird der Umgang mit Geld quasi in die Wiege gelegt. Sozio­kul­tu­rell hat­ten sie in unse­rer Gesell­schaft die Auf­gabe für den Unter­halt zu sor­gen und ihn abzu­si­chern. Frauen durf­ten bis zum Jahr 1957 in Deutsch­land kein eige­nes Konto eröff­nen und erst seit 1974 ist es ihnen gesetz­lich erlaubt, ohne Zustim­mung des Ehe­manns eine Arbeit anzu­neh­men. Diese Prä­gung ist bis heute spür­bar und führt sogar dazu, dass Mäd­chen weni­ger Taschen­geld bekom­men als Jungs.

Frauen und Finanzen: Die weibliche Kompetenz bei Finanzring. Bettina Wisniewski und Angelika Pinell von Finanzring informieren und beraten.

Zwar tragen Frauen inzwischen zum Einkommen der Familie bei. Ja, es ist in Zeiten hoher Mieten und steigender Lebenshaltungskosten notwendig gemeinsam zu wirtschaften. Doch es klafft eine Lücke – im Einkommen und in der Einstellung zu Finanzen. Frauen verdienen im Schnitt 20 Prozent weniger als Männer. Und sie kümmern sich weniger um Geld. Gründe sind Unsicherheit, Mangel an Zeit und Bequemlichkeit.

Den vorsichtigen Umgang mit Geld können Frauen allerdings in ihren Vorteil wandeln. Haben sie die Angst vor dem Auf und Ab der Kapitalmärkte überwunden, Mut gefasst und Geld zum Beispiel in Aktien angelegt, erzielen Sie 0,4 Prozent mehr Rendite als Männer. Sie sind geduldiger und meiden unkalkulierbare Risiken. Männliche Sparer reagieren unkontrollierter und schichten ihr Portfolio schneller um. Das treibt die Transaktionskosten in die Höhe. Würden Frauen in Zeiten niedriger Zinsen dieses besonnene Verhalten nicht auf die Form der Anlage, zum Beispiel Sparverträge, sondern auf ihr Anlageverhalten übertragen, könnten sie eine gute Rendite erwirtschaften.

Frauen blicken optimistisch in die Zukunft, aber nicht kritisch auf ihre Absicherung

Im Jahr 2019 ermittelte der Bankenverband, dass 70 Prozent der befragten Frauen ihre finanzielle Situation im Alter als sehr gut einschätzen. Das verblüfft. Frauen sind oft in Teilzeit oder weniger gut bezahlten Jobs beschäftigt. Im Alter erhalten sie circa 40 Prozent weniger Rente als Männer. Die Idee, gemeinsam für das Alter vorzusorgen, lässt sich nicht immer realisieren. Eine Trennung oder der Tod des Ehemanns wirken sich langfristig negativ auf die finanzielle Situation der Frau aus.

Man kann sagen: Es gibt keine echte Gleichberechtigung. Fehlende Betreuung in Kitas und Schulen sowie unflexible Arbeitszeitmodelle verschärfen das Gender Pay Gap – die Lücke beim Geschlechtereinkommen. Frauen haben eine hohe Lebenserwartung und das ist eigentlich ein Grund zur Freude. Aber aus geringerem Grundkapital muss diese lange Versorgungszeit gesichert werden – eine Herausforderung, die sich meistern lässt.

Anlagemodelle, die weiblicher Intuition folgen und Nachhaltigkeit abbilden

Wie viel Geld habe ich, wie viel brauche ich und was mache ich mit dem Rest? Sind drei Nettomonatsgehälter angespart für Notfälle, kann die Planung der finanziellen Absicherung starten – unabhängig von der Geldmenge. Schon kleine Beträge können auf lange Sicht gute Rendite bringen. Dafür gibt es Lösungen wie ETFs oder andere passive Fonds , die der weiblichen Haltung entsprechen. Agieren die beteiligten Unternehmen nachhaltig? Befolgen sie eine soziale Beschäftigungspolitik? Frauen stellen solche Fragen. Und darauf gibt es die passenden Antworten.

„F“ wie Frauen, Finanzen und wie Finanzring

"Zunächst behandeln wir Frauen und Männer als Mandanten gleich", stellt Bettina Wisniewski fest. Die Prokuristin leitet mit ihrem Bruder Sebastian Will in zweiter Generation das Unternehmen. Seither setzt man hier auf die unabhängige Finanzberatung. Kollegin Angelika Pinell ergänzt: „Wir ermitteln für Kundinnen und Kunden ein wissenschaftliches Risikoprofil. Erst dann gehen wir in eine persönliche Beratung, die auch das Geschlecht berücksichtigt. So stellen wir Anlagelösungen vor, die zu einer Frau passen – zu ihren finanziellen Rahmenbedingungen wie zu ihrer Haltung.“

 

 

Quellen:

Fonds Professionell | J.P.-Morgan-AM-Studie: Frauen sind in der Anlage-Defensive

SWR Fernsehen | Warum Frauen oft Finanzthemen scheuen

Bankenverband | Frauen wollen es bei der Geldanlage wissen

Bankenverband/Kantar TNS | Frauen und Geld, Genderaspekte bei der Geldanlage

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