Kanzlei Helge Petersen HP & C und der P&R Container Skandal

Nicht alle Fach­kanz­leien auf dem Gebiet des Bank- und Kapi­tal­markt­rechts arbei­ten mit sau­be­ren Metho­den. Rechts­an­walt Helge Peter­sen (Wirt­schafts­kanz­lei Helge Peter­sen und Col­le­gen, kurz HP&C) schreibt über Finanz­ring in Lever­ku­sen, dass wir unse­ren Man­dan­ten kei­ner­lei Rück­mel­dung auf Kun­den­be­schwer­den geben. Das ist unwahr. Aber Wahr­hei­ten schei­nen ohne­hin nicht mehr zu dem Berufs­bild eines Anwal­tes zu gehö­ren, wenn es um das Anwalts-Hono­rar geht.

Ein paar Anwälte verschiedener Kanzleien für Kapitalmarktrecht monierten auch, dass wir auf ihre Serien-Schreiben mit direkt beigefügter Kostennote nicht reagieren. Nach Rücksprache mit seriösen Anwälten sehen diese Schreiben auch immer gleich aus, denn es werden meist nur Namen und Beträge ausgetauscht. Ein sehr einfaches und gewinnoptimiertes Verfahren. Die dann gestellte Rechnung an die Mandanten dürfte dies jedoch wenig beeinflussen.

Den Dialog zu unseren Mandanten, die von dem Container-Skandal bei der P&R Gruppe aus Grünwald betroffen sind, haben wir umgehend nach Bekanntwerden der Insolvenzen der P&R Gesellschaften am 15. März 2018 gesucht und halten ihn bis heute aufrecht.

Unseren Mandanten hatten wir umgehend seriöse Anwälte empfohlen, die bereits Erfahrungen mit vergleichbaren Fällen gesammelt haben. Schließlich geht es hier um die Verwaltung eines großen Frachtcontainerbestandes und Betrug der seinerzeit handelnden Personen der P&R Container Gesellschaften, wie z. B. der Gründer Heinz Roth. Die Rückmeldungen aus unserem Mandantenkreis, insbesondere auf unsere eigenen Rundmails zur Insolvenz der P & R Container Gesellschaften, bestätigen, dass wir hier richtig gehandelt haben und eben nicht „untergetaucht“ sind.

Als ebenfalls Betroffene haben wir uns immer auf die Seite der Mandanten gestellt und stehen ihnen auch weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung. Die meisten Mandanten wissen dies auch sehr zu schätzen.

Daher lassen wir uns von derart Äußerungen sogenannter „Anlegerschutz-Anwälte“ nicht beirren und Aussagen wie von Herrn Rechtsanwalt Helge Petersen (Wirtschaftskanzlei Helge Petersen und Collegen, kurz HP&C), dass wir unseren Mandanten keinerlei Rückmeldung auf Kundenbeschwerden geben, sind ganz einfach unwahr. Wir haben bisher allen Kunden Rede und Antwort gestanden. Nur eben nicht jedem „Anwalt“.

Insolvenzquote zwischen 30 und 35 %

Auch wenn die P&R-Anleger durch die von ihnen beauftragten Anwälte oder den Insolvenzverwalter Informationen erhalten, möchten wir die folgenden positiven Entwicklungen einmal zusammenfassen.

Bislang sind die Vermietung und Verwertung der Container im Zuge der Insolvenzverfahren der deutschen P&R-Containergesellschaften durch die Corona-Pandemie nicht beeinträchtigt. Laut Insolvenzverwalter existieren keine negativen Entwicklungen hinsichtlich der Bewirtschaftung der Container. Auch die Nachfrage nach Containern habe sich eher erhöht, da die Produktion von Neucontainern aufgrund der Krise deutlich zurückgegangen sei. Wie alle Betroffenen hoffen auch wir, dass das bestehende Containerportfolio weiterhin die angestrebten Erlöse in Höhe von über einer Milliarde Euro erzielen wird. Laut der letzten Pressemitteilung vom 8. April 2020 des Insolvenzverwalters wurden per Ende März 2020 bereits 325 Millionen Euro aus der planmäßigen Verwertung er vorhandenen Container realisiert. In diesem Zusammenhang bedeutet dies, dass bei feststellbaren Forderungen aller Gläubiger in einer Gesamthöhe von ca. drei Milliarden Euro mit einer Insolvenzquote zwischen 30 und 35 % zu rechnen wäre.

Wann kann mit den ersten Auszahlungen aus den Insolvenzverfahren gerechnet werden?

Wie der Insolvenzverwalter bereits in den Gläubigerversammlungen im Jahre 2018 mitgeteilt hatte, möchte er die Auszahlung der Insolvenzquote in Teilabschnitten vornehmen. Bisher hatte der Insolvenzverwalter als Zeitpunkt der ersten Teilauszahlung das Jahr 2020 angegeben. In der Pressemitteilung vom 8. April 2020 berichtet er wie folgt:

„Die Insolvenzverwalter streben weiterhin an, die ersten Abschlagszahlungen in den ersten Insolvenzverfahren noch im laufenden Jahr auf den Weg zu bringen, auch wenn hierfür noch umfangreiche Vorbereitungsarbeiten notwendig sind.“

Zum Hintergrund

Die Firma Finanzring in Leverkusen ist seit mehr als 50 Jahren im Bereich der Vermögensberatung und Vermittlung von Kapitalanlagen tätig. In der Vergangenheit zählten u. a. auch Containerinvestments von P&R als Beimischung zu unserem Angebot. Im März des Jahres 2018 wurde von den P&R-Gesellschaften völlig überraschend Insolvenz angemeldet. Die Staatsanwaltschaft hat im Verlauf des Ermittlungsverfahrens einen milliardenschweren Betrug festgestellt. Mehr als 54.000 Anleger und einige tausend Vermittler aus dem Bankensektor und freie Berater sind davon betroffen.

Wie auch im Fall Wirecard ist es für uns unverständlich, dass ein solcher Betrug möglich sein konnte, da doch jährlich testierte Jahresabschlüsse von Wirtschaftsprüfern über den Geschäftsverlauf erstellt wurden. Außerdem wurden Plausibilitätsprüfungen von einem unabhängigen Ratinghaus für Investment Ratings angefertigt.

Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFIN) hat die gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungsunterlagen und -verfahren, wie beispielsweise das Billigungsverfahren des Prospektes, durchgeführt. Nicht zuletzt wurden die Mieten und auch die Rückkäufe über 40 Jahre lang seit 1975 reibungslos ohne Beanstandungen gezahlt.

Finanzring steht weiterhin allen Mandanten zur Verfügung

Die betroffenen Investoren, und dazu gehören auch fast alle Mitarbeiter der Firma Finanzring, warten nun auf die vergleichsweise hohe Insolvenz-Quote und die angekündigten Rückflüsse an die Anleger. Allerdings wird diese Situation von Rechtsanwälten ausgenutzt, die sich hierüber Mandate verschaffen und profilieren wollen. Erfahrungsgemäß nicht immer zum Vorteil der Betroffenen.

Für Fragen und Informationen stehen wir allen P&R-Anlegern auch weiterhin gerne zur Verfügung. Der Fall P&R hat uns nicht nur persönlich sehr getroffen, auch geschäftlich schlagen wir seitdem einen neuen Weg ein. So haben wir unser Geschäftsmodell seit Mai 2018 in allen möglichen Bereichen vollständig auf die Beratung gegen Honorar umgestellt und wenden uns von der Vermittlung gegen Provision ab.

Gerne erläutern wir Ihnen unser Umdenken in einem persönlichen Gespräch.

 

Lesen Sie zu den aktuellen P & R Container – Verfahren auch: Gerichte schmettern Schadensersatzansprüche ab

Haftungsbegrenzung: Sämtliche Zahlen, Aussagen und Informationen in diesem Artikel dienen lediglich didaktischen und illustrativen Zwecken. Der Artikel ist an die allgemeine Öffentlichkeit gerichtet, jedoch nicht an einzelne Personen oder Anleger oder speziell an existierende oder zukünftige Kunden der Finanzring Gesellschaft für Vermögensberatung mbH & Co. KG. Auf keinen Fall sollte der Artikel oder die darin aufgeführten Informationen als Finanzberatung, Investitionsempfehlung oder als Angebot gemäß des deutschen Wertpapierhandelsgesetzes verstanden werden. Wir sind stets bemüht, Fehler zu vermeiden, und grundlegend bestrebt, korrekte Informationen im Artikel darzustellen. Historische Renditen und Wertsteigerungen sind keine Verbindlichkeit für ähnliche Werte in der Zukunft. In die gezeigten Wertpapierindizes ist kein direktes Investment möglich und sie enthalten keine Kosten und Steuern. Investitionen in Wertpapiere, Bankguthaben, Investmentfonds, Immobilien und Rohstoffe bringen hohe Verlustrisiken hervor, bis hin zur Gefahr des Totalverlusts. Auch können genannte Investmenttechniken zu enormen Verlusten führen. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige Schäden, die durch den Gebrauch der in diesem Artikel enthaltenen Informationen hervorgehen.

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