Aktuelle Kursrückgänge an den Finanzmärkten

In den ver­gan­ge­nen Tagen haben Kurs­rut­sche an den Finanz­märk­ten erneut Ängste bei vie­len Anle­gern aus­ge­löst. Für diese Anle­ger ist es sicher­lich nicht leicht, nun Ruhe zu bewah­ren. Ver­ges­sen wir jedoch nicht, dass das Aus­maß der Schwan­kun­gen (Vola­ti­li­tät) ein nor­ma­ler Bestand­teil der Wert­pa­pier­an­lage ist. Hinzu kommt, dass bei lang­fris­tig aus­ge­rich­te­ten Anle­gern emo­tio­nale Reak­tio­nen auf vola­tile Märkte der Wert­ent­wick­lung des Port­fo­lios mehr scha­den kön­nen, als der Kurs­rück­gang selbst.

Rückgänge im Jahresverlauf

Gewinne und Verluste im Jahresverlauf
Gewinne und Ver­luste im Jah­res­ver­lauf am US-Markt ggü. Ren­di­ten im Kalen­der­jahr

Die Abbildung oben zeigt die Renditen der Kalenderjahre 1979 bis 2018 am US-Aktienmarkt (dem weltweit größten Aktienmarkt) sowie die stärksten Rückgänge, die im Jahresverlauf zu verzeichnen waren. In diesem Zeitraum lag der durchschnittliche Rückgang innerhalb eines Jahres bei etwa 14 Prozent. Bei etwa der Hälfte der erfassten Jahre waren Verluste von über 10% zu beobachten, und bei etwa einem Drittel betrug der Rückgang über 15 Prozent. Trotz erheblicher Einbrüche im Jahresverlauf fielen die aufgezeichneten Renditen für die Kalenderjahre in 33 von 40 untersuchten Fällen positiv aus. Dies zeigt, dass Rückgänge an den Märkten ein normales Phänomen sind und verdeutlicht, wie schwer es ist zu sagen, ob ein massiver Einbruch im Jahresverlauf zu negativen Renditen für das Gesamtjahr führen wird.

Anlegerverhalten beeinflusst die Wertentwicklung

Wenn jemand versucht, Märkte zu timen, um in volatilen Phasen mögliche Verluste zu verhindern, wäre dies für die langfristigen Ergebnisse eher förderlich oder hinderlich?

Wenn in den aktuellen Marktpreisen die Informationen und Erwartungen der Marktteilnehmer zusammenfließen, ist es nicht möglich, die Fehlbepreisung von Aktien systematisch durch Markttiming auszunutzen. Mit anderen Worten: Es ist unwahrscheinlich, dass Anleger den Markt erfolgreich timen können, und selbst wenn dies gelingt, mag es eher ein Glückstreffer sein, als wirkliches Können. Den Markt zu timen, um eine positive Wertentwicklung des Portfolios zu generieren, widerspricht zudem der Tatsache, dass ein erheblicher Teil der Gesamtrendite über lange Zeiträume aus nur wenigen Tagen resultiert. Da es für Anleger unwahrscheinlich ist, im Voraus die Tage mit hohen oder niedrigen Renditen zu ermitteln, ist der vernünftigste Weg - auch in Zeiten starker Volatilität - weiterhin investiert zu bleiben, anstatt in Aktien anzulegen und rasch wieder zu verkaufen.

Abbildung 2 veranschaulicht diese Tatsache. Sie zeigt die annualisierte Gesamtrendite des S&P 500 Index seit 1990 und macht deutlich, welche Auswirkungen es hat, auch nur wenige Tage mit starken Renditen zu verpassen. Die Balken stellen das hypothetische Wertwachstum von 1.000 US-Dollar im Gesamtzeitraum dar und zeigen, was passiert wäre, wenn Sie den besten Tag während des Zeitraums verpasst hätten, und was passiert wäre, wenn Sie einige der besten Tage verpasst hätten. Die Daten veranschaulichen folgendes: Verpassen Sie nur einige der besten Tage am Markt, müssen Sie erheblich geringere Renditen in Kauf nehmen als der Gesamtzeitraum zu bieten hätte.
Wert­ent­wick­lung des S&P 500 Index, 1990 bis 2018

Die zweite Abbildung veranschaulicht diese Tatsache. Sie zeigt die annualisierte Gesamtrendite des S&P 500 Index seit 1990 und macht deutlich, welche Auswirkungen es hat, auch nur wenige Tage mit starken Renditen zu verpassen. Die Balken stellen das hypothetische Wertwachstum von 1.000 US-Dollar im Gesamtzeitraum dar und zeigen, was passiert wäre, wenn Sie den besten Tag während des Zeitraums verpasst hätten, und was passiert wäre, wenn Sie einige der besten Tage verpasst hätten. Die Daten veranschaulichen folgendes: Verpassen Sie nur einige der besten Tage am Markt, müssen Sie erheblich geringere Renditen in Kauf nehmen als der Gesamtzeitraum zu bieten hätte.

Fazit

Marktvolatilität kann eine nervenaufreibende Angelegenheit für Anleger sein. Auf kurzfristige Rückgänge emotional zu reagieren und langfristige Anlagestrategien zu ändern, könnte jedoch mehr schaden als nützen. Anleger können in Phasen kurzfristiger Unsicherheiten besser Ruhe bewahren, wenn sie an einem gut durchdachten Investmentplan festhalten, der idealerweise bereits vor volatilen Phasen vereinbart wurde.

Haftungsbegrenzung: Sämtliche Zahlen, Aussagen und Informationen in diesem Artikel dienen lediglich didaktischen und illustrativen Zwecken. Der Artikel ist an die allgemeine Öffentlichkeit gerichtet, jedoch nicht an einzelne Personen oder Anleger oder speziell an existierende oder zukünftige Kunden der Finanzring Gesellschaft für Vermögensberatung mbH & Co. KG. Auf keinen Fall sollte der Artikel oder die darin aufgeführten Informationen als Finanzberatung, Investitionsempfehlung oder als Angebot gemäß des deutschen Wertpapierhandelsgesetzes verstanden werden. Wir sind stets bemüht, Fehler zu vermeiden, und grundlegend bestrebt, korrekte Informationen im Artikel darzustellen. Historische Renditen und Wertsteigerungen sind keine Verbindlichkeit für ähnliche Werte in der Zukunft. In die gezeigten Wertpapierindizes ist kein direktes Investment möglich und sie enthalten keine Kosten und Steuern. Investitionen in Wertpapiere, Bankguthaben, Investmentfonds, Immobilien und Rohstoffe bringen hohe Verlustrisiken hervor, bis hin zur Gefahr des Totalverlusts. Auch können genannte Investmenttechniken zu enormen Verlusten führen. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige Schäden, die durch den Gebrauch der in diesem Artikel enthaltenen Informationen hervorgehen.

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