Was Gesundheitsvorsorge und Finanzplanung gemeinsam haben

Jedes Jahr gehe ich zur Vorsorgeuntersuchung – immer in dieselbe Praxis. Es ist fast schon ein Ritual geworden: Die Atmosphäre ist ruhig, das medizinische Team effizient und freundlich, und der Arzt, der die Ergebnisse erklärt, bleibt stets sachlich und beruhigend. Am Ende dieses Termins gehe ich meist mit einem guten Gefühl nach Hause. Alles in Ordnung, denke ich, abgesehen von ein paar kleinen Punkten, die vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit verdienen – vielleicht, nicht müssen.
Doch die innere Ruhe hält selten lange.....

Meistens schleicht sich ein Gedanke ein: Ein kleines Symptom, das ich kaum beachtet habe, aber das sich nicht ignorieren lässt. Ehe ich mich versehe, konsultiere ich Dr. Google, der meine Symptome prompt zu einem ernsten Problem aufbauscht. Die Sorge wächst, die Fantasie überschlägt sich – bis ich endlich wieder beim Arzt sitze. Dort löst sich die Befürchtung in Luft auf: Einfache Erklärung, harmlose Diagnose.

Was hat das mit der Finanzwelt zu tun?

Gesundheitsschreck trifft Finanzkrise

Eine jährliche Vorsorgeuntersuchung erinnert an ein strukturiertes Beratungsgespräch zur Finanzplanung: Daten werden gesammelt, analysiert und in einem sicheren Rahmen besprochen. Am Ende sollen Sie mit dem beruhigenden Gefühl herausgehen, dass Ihre Finanzen auf Kurs sind – ähnlich wie nach dem Arztbesuch für die Gesundheit.

Doch auch in der Finanzwelt gibt es den „Gesundheitsschreck“. Plötzliche Marktrückgänge oder unerwartete Lebensereignisse können sich bedrohlich anfühlen. Wie bei gesundheitlichen Ängsten folgen oft impulsive Reaktionen: Panik, die den Blick trübt und zu überhasteten Entscheidungen führt. Eine Kurskorrektur sieht aus wie ein Crash, und ohne professionelle Einschätzung erscheinen Situationen oft viel schlimmer, als sie tatsächlich sind.

Beratung als Anker in stürmischen Zeiten

Ob in der Medizin oder der Finanzwelt – Ängste verzerren die Wahrnehmung und überlagern rationale Entscheidungen. Professionelle Beratung hilft, diese Emotionen einzuordnen und klug zu handeln. So wie ein Arzt erklärt, dass Symptome harmlos sind, kann ein Berater die Perspektive zurechtrücken und an die langfristigen Pläne erinnern.

Natürlich hat Angst auch einen Zweck: Sie macht aufmerksam und motiviert, sich mit wichtigen Themen zu beschäftigen. Wenn wir diese Energie in die richtigen Bahnen lenken, können wir positive Gewohnheiten schaffen – sei es durch gesundheitliche Vorsorge oder eine nachhaltige Finanzplanung.

Fazit: Vertrauen statt Panik

Egal, ob es um Ihre Gesundheit oder Ihre Finanzen geht – der Schlüssel zu Ruhe und Sicherheit liegt in regelmäßiger Vorsorge und fachkundiger Beratung. Sie ist das Gegengift zu Überforderung und verhindert, dass Ängste zu unnötigen Fehlern führen.

Denken Sie daran: Selten sind die schlimmsten Befürchtungen so real, wie sie sich anfühlen. Vertrauen Sie dem Plan, bleiben Sie ruhig, und setzen Sie auf Expertise – für Ihre Gesundheit und Ihre finanzielle Zukunft.

Haftungsbegrenzung: Sämtliche Zahlen, Aussagen und Informationen in diesem Artikel dienen lediglich didaktischen und illustrativen Zwecken. Der Artikel ist an die allgemeine Öffentlichkeit gerichtet, jedoch nicht an einzelne Personen oder Anleger oder speziell an existierende oder zukünftige Kunden der Finanzring Gesellschaft für Vermögensberatung mbH & Co. KG. Auf keinen Fall sollte der Artikel oder die darin aufgeführten Informationen als Finanzberatung, Investitionsempfehlung oder als Angebot gemäß des deutschen Wertpapierhandelsgesetzes verstanden werden. Wir sind stets bemüht, Fehler zu vermeiden, und grundlegend bestrebt, korrekte Informationen im Artikel darzustellen. Historische Renditen und Wertsteigerungen sind keine Verbindlichkeit für ähnliche Werte in der Zukunft. In die gezeigten Wertpapierindizes ist kein direktes Investment möglich und sie enthalten keine Kosten und Steuern. Investitionen in Wertpapiere, Bankguthaben, Investmentfonds, Immobilien und Rohstoffe bringen hohe Verlustrisiken hervor, bis hin zur Gefahr des Totalverlusts. Auch können genannte Investmenttechniken zu enormen Verlusten führen. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige Schäden, die durch den Gebrauch der in diesem Artikel enthaltenen Informationen hervorgehen.

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Marktbericht für das 3. Quartal 2024

Die Begeisterung der Aktienmärkte für das Thema Künstliche Intelligenz (KI) ließ im dritten Quartal nach. Sorgen um die hohe Bewertung dieser Aktien im Speziellen, um die Weltkonjunktur im Allgemeinen und die mögliche Eskalation von Kriegen führten zu hohen Kursschwankungen, als die Märkte Anfang August auf eine Leitzinserhöhung in Japan reagierten. Letztendlich stabilisierten die Notenbanken in Europa, den USA und
in China mit einer Lockerung ihrer Geldpolitik die Lage.

Konjunktur, Inflation und Leitzinsen

Obwohl der Präsident der US-Notenbank, Jerome Powell, zuvor einer raschen Leitzinssenkung noch eine Absage erteilt hatte, starteten die Kapitalmärkte in dieser Frage zuversichtlich in das zweite Halbjahr. Positive Impulse gingen zunächst vom Arbeitsmarktbericht und dann vom Rückgang der Inflation aus. Doch bevor es im September tatsächlich zur ersten US- Leitzinssenkung seit viereinhalb Jahren kam, mussten die Börsen Anfang August noch kurze, aber heftige Turbulenzen überstehen.

Die japanische Notenbank erhöhte ihren Leitzins überraschend um 0,15 Prozentpunkte. Nach vielen Jahren einer sehr lockeren Geldpolitik signalisierte dieser kleine Schritt eine folgenschwere Veränderung für sogenannte Carry Trades. Die schrumpfende Zinsdifferenz zum USDollar und zum Euro ließ den Wechselkurs des japanischen Yen steigen. Die bislang sehr günstige Kreditaufnahme in Yen wurde somit gleich zweifach teurer. Zum einen durch höhere Zinskosten bei Yen-Krediten und zum anderen durch den Wechselkurs, wodurch für den gleichen Yen-Betrag mehr US-Dollar oder Euro zurückgezahlt werden.

Viele Jahre lang war die Carry-Trade-Strategie erfolgreich. Sie bestand darin, sich in Japan zu günstigen Konditionen Geld zu leihen und höher rentierlich in anderen Währungsräumen, etwa den USA, zu investieren. Ein Teil der bestehenden Carry Trades wurde umgehend aufgelöst. Das traf insbesondere auf die Fälle zu, in denen schon Nachschussforderungen für stark gehebelte Positionen ausgelöst wurden. Aber die Lage stabilisierte sich rasch. Dazu dürfte die Aussicht auf die erste Leitzinssenkung durch die amerikanische Notenbank entscheidend beigetragen haben.

Die US-Inflationsrate sank erstmals seit Jahren unter die Drei-Prozent-Marke. Das internationale Notenbanker-Treffen in Jackson Hole bestätigte vor diesem Hintergrund die Hoffnung der Kapitalmärkte auf eine Lockerung der Geldpolitik. Fed-Präsident Powell sagte, dass die Zeit für sinkende Leitzinsen gekommen sei.

Am 12. September gab die Europäische Zentralbank (EZB) wie erwartet bekannt, ihre Einlagefazilität um 25 Basispunkte auf 3,50 Prozent zu senken. Dies ist der Zinssatz, den Geschäftsbanken auf ihre Guthaben bei der Zentralbank erhalten. Deutlicher fielen mit jeweils 60 Basispunkten (auf 3,65 bzw. 3,90 Prozent) die Zinssenkungen bei den Refinanzierungssätzen aus, zu denen sich Geschäftsbanken Geld bei der EZB leihen können.

Am 18. September gab auch die US-Notenbank ihre Zinsentscheidung bekannt. Die erste Zinssenkung seit viereinhalb Jahren fiel mit einem halben Prozentpunkt hoch aus, was die Kapitalmärkte mit Kursgewinnen quittierten. Im März 2020 hatte die Fed angesichts der Corona-Pandemie zweimal ihren Leitzins gesenkt und dann für zwei Jahre unverändert belassen. In den Jahren 2022 und 2023 folgten dann 11 Leitzinserhöhungen, um die Inflation wieder einzudämmen.

Renten, Währungen und Rohstoffe

Die Anleihemärkte zeigten sich bei rückläufiger Inflation in Erwartung von Leitzinssenkungen im Quartalsverlauf freundlich. Festverzinsliche Papiere mit hoher Bonität profitierten als sogenannter sicherer Hafen vom sprunghaften Anstieg der Risikoaversion Anfang August. Die wegweisende Rendite von US-Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit stand Ende September bei 3,80 Prozent und war während des Quartals erstmals seit Juni 2023 wieder unter diese Marke gesunken. Gegenüber der Jahresmitte ergibt sich ein Renditerückgang von 4,33 Prozent um 0,53 Prozentpunkte. Noch im April dieses Jahres hatten US-Staatsanleihen in der Spitze gut 4,7 Prozent Rendite erreicht. Auch an den europäischen Rentenmärkten gab es im Berichtszeitraum Kursgewinne, vor allem im Juli. Die Rendite deutscher Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit sank im dritten Quartal um 0,36 Prozentpunkte auf 2,13 Prozent. Der Bund-Future, der die Kursentwicklung deutscher Bundesanleihen an der Terminbörse angibt, verzeichnete im dritten Quartal einen Anstieg von 131,5 auf 134,9 Punkte.

An den Devisenmärkten schwächte die zunehmende Erwartung einer spürbaren Zinssenkung in den USA den US-Dollar. Der zuvor gewachsene Zinsvorteil gegenüber dem Euro wird dadurch etwas kleiner. Im August fiel die US-Währung gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung auf neue Jahrestiefs. Erst die Marke von 1,12 US-Dollar pro Euro erwies sich als tragfähig. Schon seit Anfang 2023 pendelt der Wechselkurs in der vergleichsweise engen Bandbreite zwischen 1,045 und 1,125 US-Dollar pro Euro. Der Wechselkurs von 1,114 US-Dollar Ende September bedeutet für das dritte Quartal einen Euro-Anstieg um 4,0 Prozent.

Wichtiger war die deutliche Trendwende beim japanischen Yen. Bis zur Jahresmitte hatte sich die japanische Währung auffallend schwach gezeigt und erst Anfang Juli mit 162 Yen neue Rekordtiefs gegenüber dem USDollar erreicht. Eine kleine Zinserhöhung der Bank of Japan (BoJ) löste eine rasante Gegenbewegung aus. Nicht wenige Carry Trades mit Kreditaufnahme in Yen wurden aufgelöst, was mit Yen-Käufen verbunden war. Im September reichten zeitweilig 140 Yen, um einen US-Dollar zu erwerben, der tiefste Stand seit Mitte 2023. Der Wechselkurs 143,71 Yen pro US-Dollar Ende September bedeutet für das dritte Quartal eine Aufwertung des Yen um 10,7 Prozent.

Unter der Auflösung von Carry Trades Anfang August litten auch Kryptowährungen. So fiel der Bitcoin vom JuliHoch von 70.000 US-Dollar kurzzeitig bis knapp unter
50.000 US-Dollar, kehrte dann aber rasch in die Bandbreite 55.000 bis gut 70.000 US-Dollar zurück. Letztendlich veränderte sich der Wert des Bitcoins im dritten
Quartal kaum: ein Plus von rund einem Prozent in USDollar, ein Minus von rund drei Prozent in Euro.

An den Rohstoffmärkten zeigte sich im dritten Quartal eine gegenläufige Bewegung von Öl und Gold. Weil sich die Sorgen um eine Unterbrechung der Ölexporte aus dem Nahen Osten nicht bewahrheiteten und sich die chinesische Konjunktur schwach zeigte, fiel der Ölpreis im dritten Quartal um rund 16 Prozent auf 68 US-Dollar für ein Barrel der US-Ölsorte WTI und 72 US-Dollar für die Nordsee-Ölsorte Brent.

Nachdem der Goldpreis im zweiten Quartal seinen Anstieg zuvor in einer Seitwärtsbewegung konsolidiert hatte, setzte sich der Aufwärtstrend im dritten Quartal wieder kraftvoller fort. Gold profitierte dabei weiterhin von den geopolitischen Konflikten sowie Notenbankkäufen und den fallenden Zinsen. Nachdem Anleger schon in den vergangenen Monaten das hohe Preisniveau für Gewinnmitnahmen bei ihren Goldinvestments genutzt hatten, ließ das Angebot von dieser Seite nach. Der September wurde mit neuen Rekordpreisen bei 2.635 US-Dollar pro Unze beendet, ein Anstieg gegenüber der Jahresmitte um 13,2 Prozent. In Euro verbleibt davon aufgrund des gefallenen US-Dollars ein Plus von 8,9 Prozent bei einem Stand von 2.366 Euro pro Unze.

Die stärker von industrieller Nachfrage bestimmten Preise für Silber, Platin und Palladium konnten hier weiterhin nicht mithalten. In US-Dollar stieg der Silberpreis zwar um 6,8 Prozent, der Preis von Palladium aber nur um 2,6 Prozent und Platin verlor sogar 1,7 Prozent. Der Kupferpreis setzte unter dem Eindruck der schwachen Weltkonjunktur bis Anfang August den Preisrückgang fort und stabilisierte sich schließlich im Verlauf des Quartals. Vor allem der aufkommenden Hoffnung für die chinesische Wirtschaft verdankte Kupfer einen kleinen
Preisanstieg um drei Prozent für das dritte Quartal. Der Bloomberg Commodity Index verzeichnet für den Berichtszeitraum belastet vom Ölpreis ein kleines Minus von 0,7 Prozent.

Aktienmärkte

Zum Auftakt des zweiten Halbjahres setzten die US-Aktienmärkte ihre Rekordjagd fort. Mehrheitlich erreichten die Aktien der Magnificent Seven-Konzerne zunächst neue Höchstkurse, so Apple, Microsoft, die Google-Holding Alphabet, Amazon und der Social-Media-Konzern Meta Platforms. Aber auch die mehrheitlich auf den Heimatmarkt konzentrierten US- Nebenwerte waren stärker nachgefragt. Der Russell-2000-Index für US-Nebenwerte, der im gesamten ersten Halbjahr nur 1,1 Prozent gestiegen war, machte in der ersten Julihälfte einen
Sprung um gut 10 Prozent. Damit erreichte der Nebenwerte-Index den höchsten Stand seit 2021, jedoch keine neuen Rekorde. Für das Kalenderquartal verblieb beim Russell-2000 ein Anstieg um 8,8 Prozent, womit US-Nebenwerte erstmals seit Langem die großen Standardwerte schlagen konnten.

Umschichtungen erfolgten zeitweilig zulasten von Technologie-, Mikrochip- und KI-Aktien. Zudem drückte ein fehlerhaftes Software-Update des IT-Sicherheitsunternehmens Crowdstrike auf die Stimmung, weil es weltweit zu Ausfällen von IT-Systemen kam. Im August enttäuschten die Quartalsberichte von Amazon und Intel die Erwartungen, was bei diesen Aktien mit prozentual zweistelligen Kursverlusten quittiert wurde.

Mit Spannung fieberten die Aktienmärkte den Quartalsergebnissen des KI-Chipherstellers Nvidia entgegen. Weil auch dieser in einigen Punkten die sehr hohen Erwartungen enttäuschte, musste der Aktienkurs wieder einen prozentual zweistelligen Rückschlag hinnehmen. Zudem kehrten Anfang September die Sorgen um eine mögliche Überbewertung der KI- Geschäftsmodelle nochmals zurück. Neben Nvidia gerieten auch andere Aktien der Mikrochip-Branche unter Druck, darunter insbesondere Broadcom. Dann aber profitierte die Stim-
mung für US-Technologie-Aktien von der Ankündigung einer Kooperation des Datenbank-Spezialisten Oracle mit dem Cloud-Dienst von Amazon, sodass sich der Sektor wieder stabilisieren konnte.

An der Wallstreet kletterte der Dow Jones Industrial Average erstmals in seiner langen Geschichte über 42.000 Zähler und der S&P-500-Index über 5.700 Punkte. Ein Wert von 42.330 Zählern Ende September bedeutet für den Dow Jones einen Anstieg im dritten Quartal um 8,2 Prozent. Der S&P-500-Index schaffte einen Anstieg von 5,5 Prozent. Der Nasdaq-100-Index eroberte zwar die Marke von 20.000 Punkten zurück, erreicht mit einen Quartalszuwachs von 1,9 Prozent auf 20.061 Zähler aber nicht sein Rekordhoch aus dem Juli bei 20.691 Punkten.

Die europäischen Aktienmärkte setzten im Juli zunächst die im April begonnene Seitwärtsbewegung fort. Der Euro-STOXX-50 suchte dabei Unterstützung im Bereich von gut 4.800 Punkten, verletzte diese Marke jedoch bei den Turbulenzen von Anfang August. Vorübergehend fiel der Leitindex der Eurozone auf 4.474 Punkte und erholte sich schnell wieder bis auf rund 5.000 Punkte. Der neuerliche Rückschlag Anfang September bei 4.733 Zählern konnte bis zum Quartalsende mit einem Wert von 5.000,5 Punkten per Ende September wieder aufgeholt werden. Dies bedeutet für das Quartal ein Plus von 2,2 Prozent. Der deutsche Aktienindex DAX entwickelte sich ähnlich. Der Rückschlag von Anfang August reichte bis auf 17.025 Zähler. Schließlich profitierten deutsche Aktien stärker von den erhofften Konjunkturstimuli in China. Der DAX konnte damit neue Rekordwerte über 19.400 Punkte erreichen und beendete das Quartal bei 19.325 Zählern mit einem Plus von 6,0 Prozent.

In Japan kletterte der Nikkei-Index in den beiden ersten Juliwochen kraftvoll auf ein neues Rekordhoch von 42.427 Indexpunkten. Treiber waren die guten Vorgaben der Wallstreet und die Schwäche der japanischen Währung. Beim Außenwert des Yen kam es im Verlauf des Julis zu einem Bruch des steilen Abwärtstrends. Die folgende Aufwertung der eigenen Währung verhinderte einen weiteren Anstieg der japanischen Aktienkurse, weil dies die Rahmenbedingungen für die japanische Exportwirtschaft verschlechterte. Der Nikkei-225-Index erlitt Anfang August den zweitgrößten Tagesverlust seiner Geschichte. Kurzzeitig fiel der Nikkei bis auf 31.156 Zähler und erholte sich dann im Laufe des Augusts. Der Wert von 37.920 Punkten Ende September bedeutet für das dritte Quartal einen Rückgang um 4,2 Prozent. Der Topix Index verlor 5,8 Prozent.

An den chinesischen Aktienbörsen setzte sich zunächst die Schwäche aus dem Vormonat fort. Die Konjunkturaussichten hatten sich weiter eingetrübt, was weit über China hinaus die Aktienmärkte belastete. Dass die chinesische Zentralbank im Juli ihre Zinsen überraschend senkte, sorgte eher für Verunsicherung als für Unterstützung. Erst die von anderen Maßnahmen zur Geldversorgung begleiteten Leitzinssenkungen im September führten zu einem Freudensprung an den chinesischen Börsen. Ziel der People‘s Bank of China (PBoC) ist es
vor allem, den schwächelnden Immobilien- und Finanzsektor des Landes zu stabilisieren.

Das umfangreiche Maßnahmenpaket umfasst neben Zinssenkungen auch eine Kapitalspritze für die sechs größten Geschäftsbanken des Landes. In Hongkong sprang der Hang Seng Index binnen weniger Tage um rund 20 Prozent nach oben, sodass das Quartal mit einem Plus von 16,4 Prozent beendet werden konnte. Weltweit verzeichneten die zuvor von ihrem großen China-Geschäft belasteten Unternehmen, darunter Luxusgüter- und Pkw-Hersteller, eine Erholung ihrer Aktienkurse.

Der indische Aktienmarkt, der im Juni vom Wahlergebnis profitiert hatte, verlor im Juli an Dynamik und litt unterdurchschnittlich unter den Turbulenzen von Anfang August. Dabei konnte er im Quartalsverlauf neue Rekordhöhen erreichen. Der BSE Sensex 30 Index verzeichnet für das Quartal einen Anstieg um 6,7 Prozent.

Noch stärker als im zweiten Kalenderquartal profitierten die Aktien der Goldminenbetreiber im dritten Quartal vom steigenden Goldpreis. Der FT Goldmines Branchenindex verzeichnet für den Berichtszeitraum einen Anstieg um 23,5 Prozent.

Haftungsbegrenzung: Sämtliche Zahlen, Aussagen und Informationen in diesem Artikel dienen lediglich didaktischen und illustrativen Zwecken. Der Artikel ist an die allgemeine Öffentlichkeit gerichtet, jedoch nicht an einzelne Personen oder Anleger oder speziell an existierende oder zukünftige Kunden der Finanzring Gesellschaft für Vermögensberatung mbH & Co. KG. Auf keinen Fall sollte der Artikel oder die darin aufgeführten Informationen als Finanzberatung, Investitionsempfehlung oder als Angebot gemäß des deutschen Wertpapierhandelsgesetzes verstanden werden. Wir sind stets bemüht, Fehler zu vermeiden, und grundlegend bestrebt, korrekte Informationen im Artikel darzustellen. Historische Renditen und Wertsteigerungen sind keine Verbindlichkeit für ähnliche Werte in der Zukunft. In die gezeigten Wertpapierindizes ist kein direktes Investment möglich und sie enthalten keine Kosten und Steuern. Investitionen in Wertpapiere, Bankguthaben, Investmentfonds, Immobilien und Rohstoffe bringen hohe Verlustrisiken hervor, bis hin zur Gefahr des Totalverlusts. Auch können genannte Investmenttechniken zu enormen Verlusten führen. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige Schäden, die durch den Gebrauch der in diesem Artikel enthaltenen Informationen hervorgehen.

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Das Kinderfest im Neuland-Park

Einladung anlässlich des Weltkindertags 2024 unter dem Motto "70 Jahre Weltkindertag - Mit Kinderrechten in die Zukunft"

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„A Night at the Opera“ oder wie Sie Innovation in Ihrem Unternehmen fördern können

Was bedeutet das Wort „Innovation“ für Sie? Wenn ich Menschen diese Frage stelle, erhalte ich als Antwort häufig „neue Erfindungen“, „bahnbrechende Technologien“ oder „wissenschaftliche Durchbrüche“. Als Sinnbild des innovativen Geistes gilt vielen Steve Jobs, aufgrund seiner theatralischen Produktpräsentationen ebenso wie aufgrund der Technologien selbst.

Fast jeder sieht in Innovation einen schöpferischen Akt. Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit diesem Thema. Immer wieder fasziniert mit dabei die Frage, warum sich einige Innovationen durchsetzen und Erfolg haben während andere, eigentlich ebenso großartige Ideen sich nie durchsetzen. Und mir ist klar geworden, dass Innovation neben
kreativer Schöpfung noch zwei weitere Komponenten hat: Umsetzung und Annahme

WIE „BOHEMIAN RHAPSODY“ ZUM HIT WURDE

Lassen Sie mich an einem Beispiel erläutern, was ich damit meine. Im Jahr 1975 veröffentlichte die Rockband Queen ihr Album A Night at the Opera mit einem der legendärsten Songs der Rockgeschichte: Bohemian Rhapsody. Mit einer Länge von knapp sechs Minuten widersprach er allen Konventionen der Popmusik, insbesondere der weitverbreiteten Überzeugung, dass radiotaugliche Songs nicht länger als drei Minuten sein dürfen. Die Plattenfrma von Queen weigerte sich sogar, den Titel als Single zu veröffentlichen, weil sie befürchtete, dass kein Radiosender ihn spielen würde.

In dem eigenwilligen Radio-DJ Kenny Everett fand er jedoch einen begeisterten Fan. Everett spielte den Song immer wieder in seiner Show – und verhalf ihm so zum Durchbruch. Bohemian Rhapsody schaffte es schließlich an die Spitze der britischen Charts und konnte sich dort nicht weniger als neun Wochen lang halten.1 Der Schlagzeuger von Queen, Roger Taylor, sagte später, dieser Hit habe Queen von der Championship in die Premier League des Rock befördert.

Aus der Geschichte von Bohemian Rhapsody können wir viel über Innovation lernen. Erdacht wurde der Song von Freddy Mercury, dem kreativen Genie von Queen. Doch ohne die anderen Mitglieder der Band, ihren Produzenten und den Tontechniker wäre er nie gespielt und aufgenommen worden. Und ohne Kenny Everett hätten Millionen von Hörern vielleicht nie von seiner Existenz erfahren. Die drei Elemente – Innovation, Umsetzung und Annahme – wirkten also zusammen und führten letztlich zum Erfolg.

EINE NEUE ART DER VERMÖGENSANLAGE

In der Geldanlage ist es nicht anders. In den Sechzigerjahren stellte Eugene Fama mit seiner Kapitalmarktforschung an der Universität von Chicago die Konventionen der Wall
Street in Frage. Seine innovative Arbeit und die Erkenntnisse anderer Wissenschaftler haben gezeigt, dass es praktisch unmöglich ist, den Markt durch Wertpapierauswahl
oder Markt-Timing dauerhaft zu übertreffen. Seine grundlegenden Ideen führten später zur Entwicklung eines neuen Anlageprodukts: dem Indexfonds. Damit Famas Ideen
jedoch in der Praxis funktionieren konnten, brauchte es ein engagiertes Team, das sie umsetzt. In den frühen Siebzigerjahren leitete John „Mac“ McQuown bei der Wells
Fargo Bank das Projekt zur Entwicklung des weltweit ersten Indexfonds. Andere Unternehmen sprangen auf den Zug auf und brachten ihre eigenen Versionen dieser kostengünstigen und leicht zugänglichen Anlagelösungen auf den Markt.

Inspiriert von Famas Forschungen und seiner Zeit an der Seite von McQuown beim Projekt „Indexfonds“ gründete David Booth im Jahr 1981 Dimensional Fund Advisors, um wissenschaftliche Forschung systematisch für die Entwicklung von praxistauglichen Anlagestrategien zu nutzen. Einige Jahre später kam dann der Berater Dan Wheeler ins
Unternehmen und ebnete mit seinem enthusiastischen Einsatz für diese neue Art der Vermögensanlage den Weg für Dimensional in den Beratermarkt.

Im Lebenszyklus jeder großen Innovation gibt es „Early Adopters“, also Menschen, die eine neue Idee frühzeitig annehmen. Ihre Bedeutung kann man kaum überschätzen. In
gewisser Weise tragen diese Pioniere vielleicht das größte Risiko, denn mit ihrem Vertrauen in unkonventionelle Ideen setzen sie oft ihren Ruf und ihre Karriere aufs Spiel.
Die Finanzberater, die sich diese neue Art der Geldanlage trotz Skepsis und bisweilen sogar Feindseligkeit frühzeitig zu eigen gemacht haben, haben maßgeblich zu ihrer
Verbreitung beigetragen.

DIE „EARLY ADOPTERS“ IHRES BERATUNGSANGEBOTS

Diese Beispiele zeigen, wie Ideen in so unterschiedlichen Welten wie Rockmusik und Fondsmanagement zu einem globalen Erfolg werden können. Natürlich drängt sich an
dieser Stelle die Frage auf, wie sich die Kombination aus Innovation, Umsetzung und Annahme auf kleinere Firmen anwenden lässt, zum Beispiel auf Beratungsunternehmen.
Die Antwort: Genauso.
Ob Sie ein neues Unternehmen gründen, ein neues Leistungsversprechen für Ihre Kunden formulieren oder Ihre Marke neu aufsetzen – dies alles sind Beispiele für kreative
Prozesse. Für Erfolg müssen Sie jedoch sehr viel Zeit und Energie in die Umsetzung investieren, zum Beispiel in die Auswahl der richtigen Technologie oder Plattforminfrastruktur für die Prozesse Ihres Unternehmens, in die Suche nach den passenden Partnern für die Umsetzung der Finanzpläne Ihrer Kunden oder bei der
Einstellung der richtigen Mitarbeiter. Innovation und Umsetzung sind entscheidend für den Aufbau eines erstklassigen Beratungsunternehmens, doch ohne Kunden, die Ihnen
ihr Vertrauen schenken, sind Kreativität und Energie nutzlos. Und für diese „Early Adopters“ steht sogar noch mehr auf dem Spiel: ihr zukünftiges fnanzielles Wohlergehen.

A Night at the Opera ist ein großartiges Album, doch die anderen elf Titel der Platte kennen wohl nur eingefleischte Queen-Fans. Bohemian Rhapsody zeichnet sich durch
die einzigartige Mischung aus Innovation, Umsetzung und Annahme aus und macht A Night at the Opera damit zu einem einzigartigen Album. Dieselbe Idee können Sie auf
Ihr Unternehmen anwenden, wenn Sie sich von der Konkurrenz abheben wollen. Seien Sie kreativ und bauen Sie Ihr Unternehmen auf, so gut Sie es nur können. Vor allem
jedoch: Suchen Sie die Kunden, die Ihren Service annehmen und mit Begeisterung für Ihr Unternehmen werben. So schaffen Sie es vielleicht an die Spitze der Charts.


1. Nach dem Tod von Freddie Mercury hielt sich „Bohemian Rhapsody“ weitere fünf Wochen auf Platz 1 der britischen Charts

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Drei häufige Anlagefehler

Viele Anleger verwalten ihr Portfolio zu Beginn in Eigenregie, doch mit steigenden Einkommen und einem wachsenden Vermögen werden auch ihre Anforderungen größer und die Herausforderungen komplexer. Fehlentscheidungen, die im Alleingang schnell passieren, können sich dann als kostspielig erweisen. Nachstehend betrachten wir drei häufige Fehler, die zulasten der Rendite gehen und Anleger nervös machen können:

1. TIMING-VERSUCHE

Wer einen Abschwung am Aktienmarkt befürchtet, gerät schnell in Versuchung, sein Aktienportfolio einfach aufzulösen, um Verlusten vorzubeugen. Vorhersagen, in welche Richtung sich die Märkte bewegen, und Prognosen zum richtigen Zeitpunkt für Käufe und Verkäufe sind jedoch nichts anderes als ein Ratespiel. Tatsächlich drohen Anlegern unter Umständen deutliche Vermögenseinbußen, wenn sie nur eine kurze Phase hoher Kursgewinne verpassen.
Das veranschaulicht zum Beispiel das nachstehende Diagramm. Aus einer hypothetischen Anlage in den MSCI World Index, einer diversifizierten Aktien-Benchmark, von 1.000 Euro wären über einen zehnjährigen Anlagehorizont von 2014 bis Ende Dezember 2023 2.847 Euro geworden. Was aber, wenn Sie Ihr Portfolio zum falschen Zeitpunkt aufgelöst hätten? Wenn Sie die beste Woche, den besten Monat, die besten drei oder die besten sechs Monate verpasst hätten? Dann wäre Ihr Portfolio am Ende deutlich weniger wert gewesen.

Was passiert, wenn Sie die besten aufeinanderfolgenden Handelstage verpassen? Gesamtrendite des MSCI World Index, 2014 bis 2023

Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.

In EUR. Zu Illustrationszwecken. Das Datum der besten Performance entspricht dem Ende des Zeitraums (30. März 2020 für die beste Woche; 14. April 2020 für den besten Monat; 18. Juni 2020 für die besten drei Monate; und 15. September 2020 für die besten sechs Monate). Die Rechenbeispiele für „verpasste aufeinanderfolgende Spitzentage“ beruhen auf einem hypothetischen Portfolio, das am Ende des Vortags vor den jeweiligen aufeinanderfolgenden Spitzentagen vollständig aufgelöst wird; am Ende dieses Zeitraums werden die Barmittel jeweils erneut vollständig in den MSCI World Index (Nettodiv., Euro) investiert. Die Angaben zum Wachstum von 1.000 Euro sind rein hypothetisch; sie setzen die Wiederanlage von Erträgen und keine Transaktionskosten oder Steuern voraus. Die Daten dienen nur zur Veranschaulichung und sind kein Richtwert für eine bestimmte Anlage. MSCI-Daten © MSCI 2024, alle Rechte vorbehalten.

Anstatt sich an Vorhersagen von Kursauf- und abschwüngen zu versuchen, können Anleger ihr Portfolio global diversifizieren. Wenn sie dann einfach an ihrem Portfolio festhalten, können sie Renditen abschöpfen, wann und wo auch immer sie auftreten.

2. DEN SCHLAGZEILEN FOLGEN

Kursrekorde und mediale Aufmerksamkeit können bestimmte Aktien besonders begehrt machen – so zum Beispiel die als Magnificent 7 bekannten großen US-Technologieunternehmen
Alphabet, Amazon, Apple, Meta Platforms, Microsoft, NVIDIA und Tesla, die viele Anleger deshalb in ihrem Portfolio übergewichten. Wie jedoch die nachstehende Grafik zeigt, können viele Aktien ihr hohes Wertwachstum nicht beibehalten, wenn sie erst einmal in die Top 10 der größten US-Aktien aufgestiegen sind. Im Durchschnitt werfen Aktien, die den Markt auf dem Weg in die Top 10 abhängen konnten, nach Erreichen dieses Ziels keine Mehrrenditen mehr ab.

Aktien auf dem Weg nach oben und danach Durchschnittliche annualisierte Mehrrenditen von US-Unternehmen vor und nach dem ersten Jahr ihres Aufstiegs zu einem der zehn größten USUnternehmen, 1927 bis 2023

Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Diese Informationen dienen lediglich zu Informationszwecken und sind nicht als Empfehlung zum Kauf oder Verkauf eines bestimmten Wertpapiers zu verstehen.

Ein Balkendiagramm, das die durchschnittliche annualisierte prozentuale Mehr- und Minderrendite von Aktien 10, 5 und 3 Jahre vor sowie 3, 5 und 10 Jahre nach ihrem Aufstieg in die Top 10 der größten Unternehmen anzeigt. 10 Jahre zuvor beträgt das Plus 11,8%. 5 Jahre zuvor beträgt das Plus 20,0%. 3 Jahre zuvor beträgt das Plus 27,2%. 3 Jahre danach beträgt
das Plus 0,5%. 5 Jahre danach beträgt das Minus 0,9%. 10 Jahre danach beträgt das Minus 1,5%. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Diese Informationen dienen lediglich zu Informationszwecken und dürfen nicht als Empfehlung zum Kauf oder Verkauf eines bestimmten Wertpapiers interpretiert werden. Vergleich zum Fama/French Total US Market Research Index. Angaben in USD. Quelle: Berechnungen von Dimensional auf Grundlage von Daten von CRSP. Einschließlich aller US- Stammaktien ohne REITs. Die größten Aktien werden am Ende eines jeden Kalenderjahres durch Sortierung der zulässigen US-Aktien nach Marktkapitalisierung ermittelt. Der Markt ist definiert als der Fama/French Total US Market Research Index. Die zehn größten Unternehmen werden anhand ihrer Marktkapitalisierung ermittelt. Die Renditen nach der Aufnahme in die Top 10 der größten Aktien werden ab dem Beginn des ersten Kalenderjahres nach Aufnahme in die Top 10 ermittelt. Die annualisierte Überschussrendite entspricht der Differenz der annualisierten Durchschnittsrendite zwischen der Aktie und dem Markt über einen Zeitraum von drei, fünf und zehn Jahren vor und nach der ersten Einstufung einer Aktie als Top 10 per Jahresende. Die annualisierten Drei-, Fünf- und Zehnjahresrenditen werden für Unternehmen berechnet, für die Renditedaten für den gesamten Drei-, Fünf- bzw. Zehnjahreszeitraum vorliegen. Die Anzahl der Unternehmen, die in die Ermittlung der Mehrrenditen vor (nach) dem Aufstieg in die Top 10 einbezogen wurden, beträgt 44 (56) für den Dreijahreszeitraum, 43 (54) für den Fünfjahreszeitraum und 35 (49) für den Zehnjahreszeitraum.

Welche Lehren lassen sich aus diesem Ergebnis ziehen? Anstatt eine Handvoll Aktien zu kaufen, die in der Vergangenheit den Markt dominiert haben, können Anleger einfach in zahlreiche Aktien investieren, zum Beispiel über einen Fond oder einen ETF. Durch eine globale, markt- und sektorübergreifende Diversifizierung kann das Gesamtrisiko eines Portfolios reduziert werden; gleichzeitig können Anleger so das Renditepotenzial zukünftiger Spitzenunternehmen ausschöpfen.

3. INVESTIEREN NACH DEM RÜCKSPIEGELPRINZIP

Bei der Auswahl eines Fonds orientieren sich Anleger häufig an der Wertentwicklung der Vergangenheit und hoffen, dass die Spitzenfonds von heute auch die Spitzenfonds von morgen sein werden. Die Frage ist: Gelingt ihnen das? Tatsächlich zeigen Untersuchungen, dass die meisten Fonds, die in einem 5-Jahreszeitraum zu den besten 25% am Markt gehörten, diese Position in den darauffolgenden fünf Jahren nicht verteidigen konnten. Nur etwa jeder fünfte Aktienfonds hielt sich in der Spitzengruppe, unter den Anleihenfonds war es nur rund jeder dritte. Die Lehre daraus: Die Wertentwicklung der Vergangenheit verrät wenig über die künftigen Renditen eines Fonds.

Prozentsatz der Spitzenfonds, die ihre Position halten konnten

Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.

WARUM SICH EIN BERATER BEZAHLT MACHEN KANN

Wenn Sie die oben genannten Fehler vermeiden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Ihre langfristigen Ziele erreichen werden. Doch wer sein Portfolio in Eigenregie verwaltet, muss auch alle Probleme allein bewältigen. Im Gegensatz dazu kann ein qualifizierter Berater mit Fachwissen und viel Erfahrung dabei helfen, bessere Finanzentscheidungen zu treffen.

Die potenziellen Vorteile einer Zusammenarbeit mit einem Berater gehen jedoch weit über die Vermeidung von Fehlentscheidungen hinaus: Ein Berater kann für Sie eine diversifizierte, wissenschaftlich fundierte Anlagestrategie entwickeln, die auf Ihre langfristigen Ziele und Ihr Risikoprofil abgestimmt ist, und Ihnen im Auf und Ab der Märkte zur Seite stehen. Langfristiger Vermögensaufbau setzt Disziplin voraus. Ein erfahrener Spezialist als Begleiter an Ihrer Seite kann dafür sorgen, dass Sie auf Kurs bleiben.

Haftungsbegrenzung: Sämtliche Zahlen, Aussagen und Informationen in diesem Artikel dienen lediglich didaktischen und illustrativen Zwecken. Der Artikel ist an die allgemeine Öffentlichkeit gerichtet, jedoch nicht an einzelne Personen oder Anleger oder speziell an existierende oder zukünftige Kunden der Finanzring Gesellschaft für Vermögensberatung mbH & Co. KG. Auf keinen Fall sollte der Artikel oder die darin aufgeführten Informationen als Finanzberatung, Investitionsempfehlung oder als Angebot gemäß des deutschen Wertpapierhandelsgesetzes verstanden werden. Wir sind stets bemüht, Fehler zu vermeiden, und grundlegend bestrebt, korrekte Informationen im Artikel darzustellen. Historische Renditen und Wertsteigerungen sind keine Verbindlichkeit für ähnliche Werte in der Zukunft. In die gezeigten Wertpapierindizes ist kein direktes Investment möglich und sie enthalten keine Kosten und Steuern. Investitionen in Wertpapiere, Bankguthaben, Investmentfonds, Immobilien und Rohstoffe bringen hohe Verlustrisiken hervor, bis hin zur Gefahr des Totalverlusts. Auch können genannte Investmenttechniken zu enormen Verlusten führen. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige Schäden, die durch den Gebrauch der in diesem Artikel enthaltenen Informationen hervorgehen.

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Marktbericht für das 2. Quartal 2024

Auch im zweiten Quartal war an den Kapitalmärkten die Verschiebung der erwarteten Leitzinssenkungen in den USA ein zentrales Thema. An den Aktienmärkten sorgte unterdessen die Künstliche Intelligenz (KI) weiterhin für Kursfantasie.

Konjunktur, Inflation und Leitzinsen

Konjunktur und Arbeitsmarkt in den USA präsentierten sich insgesamt robust. Die hohe Beschäftigung führt bei geringer Arbeitslosigkeit zu steigenden Löhnen und versorgt die US-Privathaushalte mit Kaufkraft. Dies verhindert allerdings einen schnelleren Rückgang der Inflation. Mehrere führende US-Notenbanker, darunter Fed-Präsident Jerome Powell, erteilten raschen Leitzinssenkungen eine Absage. Powell sprach von mangelnden Fortschritten im Kampf gegen die weiterhin zu hohe Inflation. Deshalb könne es angemessen sein, die Leitzinsen für längere Zeit auf dem jetzigen Niveau von 5,25 bis 5,5 Prozent zu halten. Laut Powell müssten die Währungshüter zuversichtlicher sein, dass die Inflation auf die Zielgröße von zwei Prozent sinke, bevor sie die Leitzinsen senken. Die Kerninflationsrate für den März brachte mit 3,8 Prozent sogar einen Anstieg. Für den Mai sank diese ohne Energie- und Lebensmittelpreise berechnete Inflationsrate auf 3,4 Prozent und die Gesamtinflationsrate auf 3,3 Prozent, was wieder Hoffnungen auf Leitzinssenkungen im weiteren Jahresverlauf machte.

Anders sieht es in Europa aus. Diesseits des Atlantiks ist die Konjunktur schwächer, damit aber auch die Inflationsgefahr. Die Europäische Zentralbank (EZB) beschloss diesem volkwirtschaftlichen Umfeld entsprechend die erste Leitzinssenkung seit 2019. Sie senkte am 6. Juni den Hauptrefinanzierungssatz, den Spitzenrefinanzierungssatz und ihren Einlagezinssatz um jeweils 25 Basispunkte. Dies entsprach den Erwartungen und blieb deshalb ohne größere Auswirkungen auf die Kapitalmärkte.

Renten, Währungen und Rohstoffe

An den Anleihemärkten sorgten die immer weiter verschobenen Zinssenkungen der US-Notenbank zunächst für Enttäuschung. Der Abwärtstrend der Anleihekurse beschleunigte sich im April. So stieg die Rendite der wegweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihen von 4,2 Prozent kurzzeitig auf über 4,7 Prozent. Im Mai und Juni erholten sich die Kurse der Anleihen mit der zurückkehrenden Zuversicht, dass Leitzinssenkungen nur eine Frage der Zeit sein dürften. Für das zweite Quartal verblieb schließlich nur ein kleiner Renditeanstieg um 0,13 Prozentpunkte (13 Basispunkte) auf 4,33 Prozent. Die entsprechende Rendite deutscher Bundesanleihen kletterte stärker, nämlich um 20 Basispunkte von 2,3 Prozent Ende März auf 2,5 Prozent zur Jahresmitte. Der Bund-Future, der die Kursentwicklung deutscher Bundesanleihen an der Terminbörse angibt, verzeichnete im zweiten Quartal einen Verlust von 1,3 Prozent auf 131,5 Punkte.
An den Devisenmärkten stärkten die ausbleibenden Zinssenkungen in den USA den US-Dollar. Gegenüber dem Euro wurde der ohnehin bestehende Zinsvorteil etwas größer. Diese Entwicklung war bereits im ersten Quartal weitgehend absehbar und deshalb eingepreist. Im zweiten Quartal stieg die US-Währung gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung nur noch 0,8 Prozent auf 1,07 US-Dollar pro Euro. Ein übergeordneter Trend beim Euro/US-Dollar-Wechselkurs ist weiterhin nicht zu erkennen. Schon seit Anfang 2023 pendelt der Wechselkurs in der vergleichsweise engen Bandbreite zwischen 1,05 und 1,12 US-Dollar pro Euro. Auffallend schwach zeigt sich dagegen seit Anfang 2023 die japanische Währung. Gegen dem US-Dollar verlor der Yen im zweiten Quartal weitere 6,3 Prozent auf 161 Yen – ein Rekordtief für die japanische Währung.
Nachdem im ersten Quartal die Zulassung der ersten Bitcoin-Spot-ETFs die Kursrallye des Bitcoins und der meisten anderen Kryptowährungen befeuerte hatte, profitierte im zweiten Quartal vor allem Ethereum (Ether) von der erwarteten Zulassung entsprechender ETFs. Dies verhalf der nach Bitcoin zweitgrößten Kryptowährung zu einem rund 20-prozentigen Anstieg. Allerdings reichte das nicht für ein neues Jahreshoch. Dieses war im März bei 4.095 US-Dollar pro Ether erreicht worden. Das Rekordhoch stammt weiterhin aus dem November 2021, als in der Spitze fast 4.870 US-Dollar für eine Einheit der Kryptowährung bezahlt wurden. Im weiteren Verlauf des Berichtszeitraumes sorgte dann der Umstand für Verkaufsdruck, dass entschädigte Kryptoanleger der 2014 geplatzten Kryptobörse Mt.Gox mit ihren jetzt zurückerstatteten Bitcoin-Beträgen für ein größeres Angebot sorgen. Letztendlich verlor der Bitcoin im zweiten Quartal 12,2 Prozent auf rund 62.500 US-Dollar.
An den Rohstoffmärkten ließen Sorgen um eine weitere Eskalation des Nahost-Konfliktes den Ölpreis zunächst steigen. Auch wenn die Abhängigkeit der Weltwirtschaft vom Öl aus dem Persischen Golf weiter abgenommen hat, reagiert der Ölpreis mit Aufschlägen auf Sorgen, ein bedeutender Seeweg könnte gewaltsam unterbrochen werden. Anfang April erreichte der Ölpreis mit über 90 US-Dollar für ein Barrel Brent und über 85 US-Dollar für die Sorte WTI den höchsten Stand seit einem halben Jahr. Weil die Folgen der gegenseitigen Angriffe zwischen Iran und Israel dann aber überschaubar blieben, kam der Preis für Rohöl zurück.
Letztendlich zeigten sich die Preise zur Jahresmitte mit rund 85 US-Dollar für Brent und 81,50 US-Dollar für WTI ungefähr zwei Prozent niedriger als bei Quartalsbeginn. Der Goldpreis profitierte als Krisenwährung vor allem von Notenbankkäufen und stieg erstmals in der langen Geschichte des Edelmetalls im Mai auf über 2.400 US-Dollar pro Unze. Dann begann eine Seitwärtsbewegung zwischen rund 2.300 US-Dollar und dem neuen Rekordhoch. Das zweite Quartal endete mit einem Stand von 2.327 US-Dollar und somit mit einen Anstieg um 4,1 Prozent. In Euro fällt das Plus aufgrund des leichten Dollar-Anstiegs mit 4,9 Prozent auf 2.173 Euro pro Unze etwas höher aus.
Beim Silberpreis setzte sich das bessere Aufwärtsmomentum fort. Im Mai wurde mit 32 US-Dollar pro Unze der höchste Wert seit 2012 erreicht. Ein Silberpreis von gut 29 US-Dollar zur Jahresmitte bedeutet für das zweite Quartal einen Anstieg um 16,4 Prozent. Der Kupferpreisanstieg setzte sich bis Mitte Mai fort, gab aber in der zweiten Hälfte des Quartals den größeren Teil davon wieder ab. Für das Quartal verblieb ein Plus von 8 Prozent. Der Bloomberg Commodity Index verzeichnet für den Berichtszeitraum nur ein Plus von 1,5 Prozent.

Aktienmärkte

Nach den Kursgewinnen im ersten Quartal setzten pünktlich zu Beginn des zweiten Quartals Gewinnmitnahmen ein. An der Wallstreet haben sich die Investoren vor allem auf die Quartalsberichte der Unternehmen und ihre Ausblicke konzentriert. Der von technischen Mängeln und Skandalen erschütterte US-Flugzeugbauer Boeing meldete, dass er tief in den roten Zahlen steckt.
Negativ und dementsprechend mit Kursverlusten reagierten die Anleger unter anderem auch bei Meta Platforms (Facebook), Caterpillar und IBM, positiv bei Alphabet und Microsoft. Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) sorgte weiter für Begeisterung und steigende Kurse. Mit Spannung wurden die Quartalsergebnisse von Nvidia erwartet. Der KI-Chip-Hersteller übertraf die Erwartungen erneut und die Aktie stieg auf neue Rekordhöhen. Mit einem Börsenwert von über 3,4 Billionen US-Dollar übertraf Nvidia zeitweilig Microsoft und Apple als wertvollste Unternehmen der Welt. Dann setzen allerdings auch bei den Chip-Aktien Gewinnmitnahmen ein.
Der Dow Jones erreichte im Mai erstmals in seiner Geschichte 40.000 Punkte, beendete das Quartal aber mit einem kleinen Minus von 1,7 Prozent bei 39.119 Zählern. Der repräsentativere, weil 500 statt nur 30 Aktien umfassende S&P-500-Index setzte seinen Aufwärtstrend dagegen auch in der zweiten Hälfte des Quartals fort und beendete den Berichtszeitraum mit einem Plus von 3,9 Prozent auf neuen Rekordhöhen bei 5.460 Punkten. Neue Rekordstände erreicht auch der Nasdaq-100-Index, der das Quartal mit einem Plus von 7,8 Prozent bei 19.683 Zählern beendete. Kleinere US-Aktien schnitten dagegen insgesamt schlechter ab. Der Russell-2000-Index verlor im zweiten Quartal 3,6 Prozent und gab damit fast den gesamten Gewinn aus dem ersten Quartal wieder ab.
Auch in Europa entwickelten sich die Aktienmärkte uneinheitlich. Zuletzt belastete die politische Unsicherheit nach den Wahlen zum Europa-Parlament. Hohe Kursrückgänge gab es insbesondere in Frankreich, wo Präsident Macron nach Stimmengewinnen für die Rechtspopulisten Neuwahlen zum französischen Parlament ansetzte und dabei im ersten Wahlgang wieder hohe Verluste erlitt. Der französische Leitindex CAC-40 fiel zum Ende des Quartals auf 7.479 Zähler. Der Verlust im zweiten Quartal ist mit 8,9 Prozent etwas höher als der Zuwachs aus dem ersten Quartal.
Der Euro-Stoxx-50 verlor im Berichtszeitraum 3,7 Prozent auf 4.894 Punkte. Besser hielt sich der Deutsche Aktienindex DAX, der im Mai neue Rekorde erreichte (18.892,9 Zähler im Handelsverlauf und 18.869,4 Punkte auf Basis der Xetra-Tagesschlusskurse) und im Zeitraum April bis Juni nur 1,4 Prozent auf 18.235 Zähler verlor. Dabei half auch die Einrechnung der Dividenden, die größtenteils in den vergangenen Wochen für das vorausgegangene Jahr ausgeschüttet wurden. CAC-40 und Euro-Stoxx-50 sind im Gegensatz zum Performanceindex DAX sogenannte Kurs- oder Preisindizes, bei denen Dividenden nicht in die Berechnung einfließen. Diese Indizes leiden dementsprechend unter Dividendenzahlungen, weil die Aktienkurse einen Dividendenabschlag erfahren.
Auch am japanischen Aktienmarkt gab es nach dem starken ersten Kalenderquartal im April Gewinnmitnahmen. Der Nikkei-225-Index, der im März erstmals die Marke von 41.000 erreicht hatte, fiel bis auf rund 37.000 Punkte, also um fast 10 Prozent, stabilisierte sich aber im Verlauf des Quartals und beendete es schließlich mit einem Rückgang von 1,9 Prozent bei 39.583 Zählern. Der repräsentativere Topix-Index schaffte sogar in kleines Plus von 1,5 Prozent.
Bei den Emerging Markets galt die Aufmerksamkeit weiterhin vor allem China und Indien. Nach zwei Jahren mit hohen Kursverlusten setzte sich die im Februar begonnene Kurserholung an den chinesischen Aktienmärkten bis Mitte Mai fort. Der Hang Seng Index in Hongkong kletterte in einer Rallye von unter 17.000 Punkten auf gut 19.600 Zähler und erreichte damit wenigstens wieder das Kursniveau vom Sommer vergangenen Jahres. Er beendete das Quartal mit einem Plus von 7,1 Prozent bei 17.719 Zählern.
Der Hang Seng China Enterprise Index erholte sich sogar um 9,0 Prozent. Dass der Kursaufschwung aber nicht alle chinesischen Aktien erfasste, zeigt der Shanghai-A-Index, der im zweiten Quartal weiter zurückfiel und 2,4 Prozent einbüßte. Gemessen an den betriebswirtschaftlichen Daten gelten viele chinesische Aktien als preiswert. Grund dafür ist allerdings eine Zurückhaltung der Investoren wegen der politischen Rahmenbedingungen. Angesichts des aggressiven Auftretens der Volksrepublik gegenüber Nachbarländern verhängten die USA Sanktionen im Bereich Hochtechnologie. Zudem drohen China wegen seiner Exportpolitik immer wieder Schutzzölle. Diese Risiken hatten bereits zu Umschichtungen von Investoren nach Indien geführt. Der dortige Aktienmarkt hatte nach den hohen Kursgewinnen 2023 und vor den Wahlen zunächst eine abwartende Haltung eingenommen. Das Wahlergebnis, dass Premier Modi und seine Hindu-Nationalisten zu einer Koalition zwingt, wurde dann aber positiv aufgenommen. Der Sensex Leitindex der Börse Bombay kletterte auf neue Rekordhöhen und beendete das Quartal mit einem Plus von 7,3 Prozent.

Noch besser schnitt der taiwanesische Aktienmarkt ab. Der Taiwan Weighted Index (TWI) stieg um 13,5 Prozent. Taiwan ist der wichtigste Produktionsstandort für Mikrochips weltweit und profitiert vom stark steigenden Chip-Bedarf durch Künstliche Intelligenz. Die Aktie des Indexschwergewichts Taiwan Semiconductor Manufacturing stieg seit Jahresbeginn um über 70 Prozent. An den Aktienmärkten Lateinamerikas setzte sich nach den Kursgewinnen im Vorjahr die Konsolidierung fort. Der brasilianische Bovespa Index verlor im zweiten Quartal 3,0 Prozent und der mexikanische IPC Index 8,6 Prozent.
Nachdem die Aktienkurse der großen Goldminenbetreiber im ersten Quartal von Sorgen um hohe Kosten und Risiken belastet worden waren, profitierten sie in den darauffolgenden drei Monaten vom steigenden Goldpreis. Der FT Goldmines Branchenindex verzeichnete für den Berichtszeitraum einen Anstieg um 8,1 Prozent.

Haftungsbegrenzung: Sämtliche Zahlen, Aussagen und Informationen in diesem Artikel dienen lediglich didaktischen und illustrativen Zwecken. Der Artikel ist an die allgemeine Öffentlichkeit gerichtet, jedoch nicht an einzelne Personen oder Anleger oder speziell an existierende oder zukünftige Kunden der Finanzring Gesellschaft für Vermögensberatung mbH & Co. KG. Auf keinen Fall sollte der Artikel oder die darin aufgeführten Informationen als Finanzberatung, Investitionsempfehlung oder als Angebot gemäß des deutschen Wertpapierhandelsgesetzes verstanden werden. Wir sind stets bemüht, Fehler zu vermeiden, und grundlegend bestrebt, korrekte Informationen im Artikel darzustellen. Historische Renditen und Wertsteigerungen sind keine Verbindlichkeit für ähnliche Werte in der Zukunft. In die gezeigten Wertpapierindizes ist kein direktes Investment möglich und sie enthalten keine Kosten und Steuern. Investitionen in Wertpapiere, Bankguthaben, Investmentfonds, Immobilien und Rohstoffe bringen hohe Verlustrisiken hervor, bis hin zur Gefahr des Totalverlusts. Auch können genannte Investmenttechniken zu enormen Verlusten führen. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige Schäden, die durch den Gebrauch der in diesem Artikel enthaltenen Informationen hervorgehen.

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Ruhestandsplanung: Sichern Sie sich eine finanziell abgesicherte Zukunft

Der Ruhestand ist eine Phase im Leben, auf die viele Menschen mit Vorfreude blicken. Es ist die Zeit, in der man sich endlich den Dingen widmen kann, die einem am Herzen liegen. Damit Sie Ihren Ruhestand in vollen Zügen genießen können, ist eine sorgfältige Ruhestandsplanung von großer Bedeutung.

Warum ist eine Ruhestandsplanung wichtig?

Eine gut durchdachte Ruhestandsplanung ermöglicht es Ihnen, Ihre finanzielle Sicherheit im Alter zu gewährleisten und Ihre persönlichen Ziele zu erreichen. Sie hilft Ihnen dabei, Ihren Lebensstandard aufrechtzuerhalten und finanzielle Engpässe zu vermeiden. Eine frühzeitige Planung gibt Ihnen außerdem die Möglichkeit, rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen und Ihre finanziellen Ziele zu definieren.

Wichtige Schritte bei der Ruhestandsplanung

  1. Ermitteln Sie Ihren finanziellen Bedarf: Schätzen Sie realistisch ein, wie viel Geld Sie im Ruhestand benötigen werden. Berücksichtigen Sie dabei Ihre geplanten Ausgaben, wie zum Beispiel Lebenshaltungskosten, medizinische Versorgung, Reisen und Hobbys.
  2. Überprüfen Sie Ihre Altersvorsorge: Prüfen Sie Ihre bestehenden Altersvorsorgepläne, wie betriebliche Altersvorsorge, private Rentenversicherungen und individuelle Sparpläne. Stellen Sie sicher, dass Ihre Altersvorsorge ausreicht, um Ihren finanziellen Bedarf im Ruhestand zu decken.
  3. Diversifizieren Sie Ihre Anlagen: Eine ausgewogene und diversifizierte Anlagestrategie ist entscheidend, um Ihre Ersparnisse zu vermehren und von den Kapitalmärkten zu profitieren. Sprechen Sie mit einem Finanzberater, um die richtige Anlagestrategie für Ihre individuellen Bedürfnisse zu entwickeln.
  4. Berücksichtigen Sie Inflation und Steuern: Inflation und Steuern können die Kaufkraft Ihrer Rente im Laufe der Zeit beeinflussen. Achten Sie darauf, diese Faktoren in Ihre Planung einzubeziehen, um finanzielle Einbußen zu vermeiden.
  5. Gesundheitsvorsorge nicht vergessen: Neben der finanziellen Planung ist auch die Gesundheitsvorsorge im Ruhestand von großer Bedeutung. Überprüfen Sie Ihre Krankenversicherung und prüfen Sie, ob zusätzliche Absicherungen wie eine Pflegeversicherung sinnvoll sind.
  6. Regelmäßige Überprüfung und Anpassung: Eine Ruhestandsplanung ist kein statischer Prozess. Überprüfen Sie regelmäßig Ihre finanzielle Situation und passen Sie Ihre Pläne und Maßnahmen bei Bedarf an. Lebensumstände und finanzielle Ziele können sich im Laufe der Zeit ändern, daher ist eine flexible Herangehensweise erforderlich.

Lassen Sie sich professionell beraten

Die Ruhestandsplanung ist eine komplexe Angelegenheit, bei der es viele Faktoren zu berücksichtigen gilt. Es kann hilfreich sein, sich von einem erfahrenen Finanzberater unterstützen zu lassen. Ein Experte kann Ihnen helfen, Ihre individuellen Ziele zu definieren, eine maßgeschneiderte Strategie zu entwickeln und Sie auf dem Weg zu einer finanziell abgesicherten Zukunft zu begleiten.
Beginnen Sie frühzeitig mit Ihrer Ruhestandsplanung und nehmen Sie Ihre finanzielle Zukunft selbst in die Hand. Sichern Sie sich eine sorgenfreie und erfüllte Zeit im Ruhestand.
Kontaktieren Sie uns gerne für eine persönliche Beratung und weitere Informationen zur Ruhestandsplanung.

 

 

Haftungsbegrenzung: Sämtliche Zahlen, Aussagen und Informationen in diesem Artikel dienen lediglich didaktischen und illustrativen Zwecken. Der Artikel ist an die allgemeine Öffentlichkeit gerichtet, jedoch nicht an einzelne Personen oder Anleger oder speziell an existierende oder zukünftige Kunden der Finanzring Gesellschaft für Vermögensberatung mbH & Co. KG. Auf keinen Fall sollte der Artikel oder die darin aufgeführten Informationen als Finanzberatung, Investitionsempfehlung oder als Angebot gemäß des deutschen Wertpapierhandelsgesetzes verstanden werden. Wir sind stets bemüht, Fehler zu vermeiden, und grundlegend bestrebt, korrekte Informationen im Artikel darzustellen. Historische Renditen und Wertsteigerungen sind keine Verbindlichkeit für ähnliche Werte in der Zukunft. In die gezeigten Wertpapierindizes ist kein direktes Investment möglich und sie enthalten keine Kosten und Steuern. Investitionen in Wertpapiere, Bankguthaben, Investmentfonds, Immobilien und Rohstoffe bringen hohe Verlustrisiken hervor, bis hin zur Gefahr des Totalverlusts. Auch können genannte Investmenttechniken zu enormen Verlusten führen. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige Schäden, die durch den Gebrauch der in diesem Artikel enthaltenen Informationen hervorgehen.

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Nachhaltigkeit als Investmentprinzip

Nachhaltigkeit hat sich als ein zentrales Thema unserer Epoche etabliert und beeinflusst zunehmend verschiedenste Sektoren unseres Alltags. Im Bereich der Vermögensanlage ist der Trend zur Nachhaltigkeit nicht nur eine Frage des persönlichen Werteverständnisses, sondern auch gesetzlich verankert. Anlegerpräferenzen hinsichtlich nachhaltiger Investments gewinnen dabei immer mehr an Bedeutung.

Im Finanzbereich wird das Streben nach mehr Nachhaltigkeit oft mit dem Kürzel „ESG“ zusammengefasst, das für die drei wesentlichen Säulen Umwelt (Environment), soziale Verantwortung (Social) und Unternehmensführung (Governance) steht. Wirtschaftliches Handeln soll dabei ökologischen Anforderungen, sozialer Gerechtigkeit und den Grundsätzen guter Unternehmensführung Rechnung tragen. Als nachhaltig gelten jene Unternehmen, die in ihrer Geschäftsführung diese Aspekte aktiv fördern. Die Vereinten Nationen haben 2015 mit der „Agenda 2030“ 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die Sustainable Development Goals (SDGs), samt 169 Unterzielen festgelegt. Diese Ziele dienen weltweit als Richtschnur für Unternehmen und Organisationen, um ihre Nachhaltigkeitsbestrebungen auszurichten und zu messen.

 

Der Dreiklang der EU-Nachhaltigkeitsvorgaben besteht aus der EU-Taxonomie, der Offenlegungsverordnung und der Nachhaltigkeitspräferenz.
Die EU-Taxonomie legt fest, welche wirtschaftlichen Aktivitäten als ökologisch nachhaltig gelten. Sie definiert klare Kriterien und Standards, anhand derer beurteilt wird, ob eine bestimmte Tätigkeit als nachhaltig eingestuft werden kann.
Die Offenlegungsverordnung hingegen verpflichtet Finanzmarktakteure dazu, transparent darüber zu informieren, inwieweit sie Nachhaltigkeitsaspekte in ihre Entscheidungsprozesse und Anlagestrategien einbeziehen. Dadurch sollen Anleger die Möglichkeit haben, fundierte Entscheidungen zu treffen und die Nachhaltigkeitsleistung von Finanzprodukten besser zu verstehen.
Die Nachhaltigkeitspräferenz schließlich bezieht sich auf die individuelle Entscheidung eines Anlegers, ob und in welchem Umfang er Finanzinstrumente in seine Vermögensanlage einbeziehen möchte, die Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen. Die europäische Taxonomie-Verordnung legt hierbei verschiedene Alternativen fest, um den unterschiedlichen Präferenzen der Anleger gerecht zu werden.
Die nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren werden anhand der folgenden Nachhaltigkeitskriterien bestimmt:

Treibhausgasemissionen:

• CO2-Fußabdruck
• Allgemeine Treibhausgasemissionsintensität eines Unternehmens
• Engagement des Unternehmens im Bereich fossiler Brennstoffe
• Anteil des Energieverbrauchs und der Energieerzeugung aus nicht erneuerbaren Energiequellen
• Intensität des Energieverbrauchs in klimaintensiven Sektoren
• Beeinträchtigung von Gebieten mit schutzbedürftiger Biodiversität
• Wasserverbrauch eines Unternehmens
• Anteil gefährlicher und radioaktiver Abfälle

Soziale Aspekte:

• Verstöße gegen die Grundsätze des UN Global Compact und die Leitsätze der OECD für multinationale Unternehmen
• Fehlende Compliance-Prozesse und Mechanismen zur Einhaltung der Grundsätze des UN Global Compact und der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen
• Geschlechterspezifisches Verdienstgefälle
• Geschlechtervielfalt in Führungs- und Kontrollorganen
• Engagement in umstrittene Waffen (Anti-Personenminen, Streumunition, chemische und biologische Waffen)

Bei Investitionen in Staaten und supranationale Organisationen:

• Treibhausgasemissionsintensität
• Verstöße gegen soziale Bestimmungen und UN-Übereinkommen

Bei Investitionen in Immobilien:

• Engagement in fossilen Brennstoffen durch Immobilieninvestitionen
• Engagement in Immobilien mit schlechter Energieeffizienz
Die deutsche Kreditwirtschaft, der deutsche Derivateverband und der Bundesverband der Investmentunternehmen haben ein gemeinsames Konzept entwickelt, um Finanzinstrumente anhand dieser Indikatoren zu klassifizieren. Unternehmen, die wesentliche ESG-Kriterien berücksichtigen, verfolgen eine spezifische ESG-Strategie, die Umwelt- und/oder soziale Themen einschließt. Zusätzlich müssen diese Unternehmen bestimmte Mindestausschlüsse beachten.

Für Unternehmen gelten folgende Mindestausschlüsse:

• Rüstungsgüter über 10% (geächtete Waffen über 0%)
• Tabakproduktion über 5%
• Kohle über 30%
• Schwere Verstöße gegen den UN Global Compact (ohne positive Perspektive)

Für staatliche Emittenten von Wertpapieren, z.B. Staatsanleihen, dürfen keine schwerwiegenden Verstöße gegen Demokratie und Menschenrechte vorliegen. Zudem müssen die Emittenten anerkannte Branchenstandards für gute Unternehmensführung akzeptieren, wie z.B. den deutschen Corporate Governance Kodex.

Der EU-Aktionsplan zur Förderung nachhaltigen Wachstums umfasst mehrere Verordnungen, die darauf abzielen, nachhaltige Investitionen zu erleichtern und somit einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen Wirtschaft darstellen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Anleger nicht verpflichtet sind, sich für eine der hier dargestellten Nachhaltigkeitspräferenzen zu entscheiden.

In Zukunft werden Unternehmen verpflichtet sein, in ihren nicht-finanziellen Berichten detaillierte Informationen über den Anteil ihrer Investitionen und Umsätze in wirtschaftlichen Tätigkeiten offenzulegen, die beispielsweise den Kriterien der Taxonomieverordnung entsprechen. Diese Verpflichtungen gelten nur für größere Unternehmen und nicht für kleinere und mittlere Unternehmen. Auch staatliche oder supranationale Emittenten werden voraussichtlich nur zu einer begrenzten Berichterstattung verpflichtet sein.

Haftungsbegrenzung: Sämtliche Zahlen, Aussagen und Informationen in diesem Artikel dienen lediglich didaktischen und illustrativen Zwecken. Der Artikel ist an die allgemeine Öffentlichkeit gerichtet, jedoch nicht an einzelne Personen oder Anleger oder speziell an existierende oder zukünftige Kunden der Finanzring Gesellschaft für Vermögensberatung mbH & Co. KG. Auf keinen Fall sollte der Artikel oder die darin aufgeführten Informationen als Finanzberatung, Investitionsempfehlung oder als Angebot gemäß des deutschen Wertpapierhandelsgesetzes verstanden werden. Wir sind stets bemüht, Fehler zu vermeiden, und grundlegend bestrebt, korrekte Informationen im Artikel darzustellen. Historische Renditen und Wertsteigerungen sind keine Verbindlichkeit für ähnliche Werte in der Zukunft. In die gezeigten Wertpapierindizes ist kein direktes Investment möglich und sie enthalten keine Kosten und Steuern. Investitionen in Wertpapiere, Bankguthaben, Investmentfonds, Immobilien und Rohstoffe bringen hohe Verlustrisiken hervor, bis hin zur Gefahr des Totalverlusts. Auch können genannte Investmenttechniken zu enormen Verlusten führen. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige Schäden, die durch den Gebrauch der in diesem Artikel enthaltenen Informationen hervorgehen.

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Marktbericht für das 1. Quartal 2024

Die Erwartungen an das Tempo und das Ausmaß der Leitzinssenkungen in den USA mussten verringert werden. Dies belastete im ersten Quartal die Anleihemärkte. An den Aktienbörsen wurden die vorherrschenden Aufwärtstrends dagegen kaum gebremst.

Konjunktur, Inflation und Leitzinsen

Die nach den Zinserhöhungen aus dem Jahr 2022 für 2023 erwartete Rezession in den USA lässt weiter auf sich warten. Vielmehr wächst die US-Wirtschaft, wenn auch nicht stark. Die Inflationsraten sanken in den meisten Volkswirtschaften weiter, blieben aber über den erklärten Zielgrößen der Notenbanken. So lag die Jahresrate des Preisanstiegs in den USA im ersten Quartal knapp über drei Prozent, das Ziel jedoch bei einem Durchschnitt von nur zwei Prozent.

Angesichts guter Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten dürfte die US-Notenbank ihren Kampf gegen die Inflation noch nicht beenden. So dämpfte US-Notenbankpräsident Powell die Erwartungen einer Lockerung der Geldpolitik mehrfach. In Jahren, in denen in den USA Präsidentschaftswahlen stattfinden, vermeidet die US-Notenbank tendenziell starke Veränderungen ihrer Leitzinsen. Zinssenkungen könnten von Kritikern als Unterstützung des amtierenden Präsidenten ausgelegt werden. Dem Vorwurf einer Einmischung in die Politik will sich die Federal Reserve nicht aussetzen. Auch das spricht, neben der robusten Konjunkturentwicklung, gegen rasche und weitreichende Senkungen der Fed Funds Rate, die schon seit Juli 2023 unverändert bei 5,25 bis 5,5 Prozent liegt.

Auch die Bank of England beließ ihren Leitzins unverändert bei 5,25 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) sah den Zeitpunkt für eine Einleitung des Zinssenkungszyklus ebenfalls noch nicht gekommen. Eher überraschend senkte die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent.

Als historisch wurde vor allem die Zinsentscheidung in Japan bezeichnet. Die Bank of Japan (BoJ) entschied, die Spanne für die kurzfristigen Zinssätze geringfügig anzuheben. Sie legte den Tagesgeldsatz als neuen Leitzins fest und beschloss, ihn in einer Spanne von Null bis 0,1 Prozent zu halten, indem sie unter anderem 0,1 Prozent Zinsen auf Einlagen bei der Zentralbank zahlt. Mit dieser Zinsanhebung ist die Bank von Japan die letzte der großen Zentralbanken der Welt, die sich von der Politik der Null- und Negativzinsen verabschiedet. Diese hatte sie 2016 im Kampf gegen die Deflation eingeführt.

Renten, Währungen und Rohstoffe

An den Anleihemärkten erwies sich der Optimismus aus den beiden letzten Monaten des Vorjahres als etwas zu groß. Die Kurse von festverzinslichen Wertpapieren sanken, ihre Renditen stiegen dadurch. Für US-Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit stieg die Rendite im Laufe des Berichtszeitraumes zeitweilig auf 4,35 Prozent, im Kalenderquartal schließlich um 33 Basispunkte auf 4,2 Prozent. Die entsprechende Rendite deutscher Bundesanleihen kletterte ähnlich, nämlich um 27 Basispunkte – allerdings auf niedrigerem Niveau. Sie lag Ende März bei 2,3 Prozent. Der Bund-Future, der die Kursentwicklung deutscher Bundesanleihen an der Terminbörse angibt, verzeichnete im ersten Quartal einen Verlust von 2,8 Prozent auf 133,3 Punkte.

An den Devisenmärkten zeigte sich das wichtige Euro/US-Dollar-Verhältnis vergleichsweise stabil. Der Wechselkurs pendelte zwischen 1,07 und 1,10 US-Dollar pro Euro. Letztendlich profitierte die US-Währung von den reduzierten Zinssenkungserwartungen, denn damit bleibt der Zinsvorteil des US-Dollars gegenüber dem Euro erhalten. Ein Wechselkurs von 1,079 US-Dollar pro Euro per Ende März bedeutet für das erste Quartal einen Anstieg des US-Dollars gegen Euro um 2,2 Prozent.

Entgegen den vorherrschenden Markterwartungen konnte das Ende der Negativzinsen in Japan den Abwärtstrend des japanischen Yen nicht sofort umkehren. Gegen Euro fiel die japanische Währung mit 165 Yen/Euro auf den tiefsten Stand seit 2008. Und der US-Dollar notierte bei ungefähr 152 Yen, dem niedrigsten Niveau der japanischen Währung seit 1990. Damit verlor der Yen gegenüber dem US-Dollar im ersten Quartal nochmals 7,3 Prozent.

Die Kursrallye der meisten Kryptowährungen setzten sich unter Führung des Bitcoins fort. Nach Zulassung der ersten Bitcoin Spot ETFs in den USA erlebten diese im Rekordtempo Milliardenzuflüsse. Der Wechselkurs des Bitcoins stieg im Verlauf des ersten Quartals um 67 Prozent auf rund 71.200 US-Dollar. Mitte März wurde mit rund 73.800 US-Dollar ein neuer Rekordwert erreicht.

An den Rohstoffmärkten ließen die robuste Weltkonjunktur und die Ängste vor einer Eskalation des Nahost-Konfliktes den Öl- und den Goldpreis weiter steigen. Der Ölpreis kletterte um rund 14 Prozent auf 82,60 US-Dollar für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI und auf gut 87 US-Dollar für ein Barrel der europäischen Sorte Brent. Den halbherzigen Sanktionen der G7-Staaten gegen Russland gelang es nicht, einen entsprechenden Anstieg des Ölpreises für Russland zu verhindern. Allerdings konnte die Ukraine bei ihrem Abwehrkampf gegen den Aggressor mehrfach russische Raffinerien beschädigen, sodass Moskau Exporte von Benzin und Diesel weitgehend untersagen musste. Trotz des hohen Gewichts von Öl im Bloomberg Commodity Index stieg dieser im ersten Quartal nur um 0,9 Prozent, denn andere Rohstoffpreise veränderten sich wenig oder fielen.

Der Goldpreis beendete das Quartal mit einem Anstieg um 8,3 Prozent auf einem neuen Rekordwert von 2.234 US-Dollar. Weil der Euro anders als im Vorquartal gegen US-Dollar etwas an Wert verlor, fällt der Gewinn in Euro gerechnet mit 10,8 Prozent auf 2.070 Euro noch höher aus.

Aktienmärkte

An den Aktienmärkten hielt die gute Stimmung im ersten Quartal an. Sie stützte sich auf überwiegend gute Unternehmensergebnisse und die Hoffnung auf weiterhin gute Geschäfte. Dazu sollen Innovationen vor allem im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) beitragen, was für Kursfantasie bei den Aktien der vermeintlichen Profiteure sorgte. So setzte die Nvidia-Aktie ihren Höhenflug fort. Der Designer von KI-Prozessoren erfreut sich einer monopolartigen Stellung als Anbieter entsprechender Mikrochips und macht hohe Gewinne. Der Aktienkurs stieg in den ersten drei Monaten dieses Jahres um mehr als 90 Prozent, obwohl er sich bereits im Vorjahr mehr als verdoppelt hatte.

Allerdings werden nicht mehr alle großen US-Technologieaktien, die als „glorreiche Sieben“ bekannt sind, vom Erfolg verwöhnt. Der Aktienkurs des E-Auto-Pioniers Tesla verlor seit Jahresbeginn rund ein Drittel seines Wertes. Gegenüber der euphorischen Bewertung Ende 2021 hat sich der Börsenwert des Tesla-Konzerns von über einer Billion US-Dollar kommend halbiert.

Die meisten US-Konzerne konnten mit ihren Geschäftszahlen und ihren Ausblicken die Investoren überzeugen. Damit stützt die Berichtssaison mit den Geschäftsergebnissen des vierten Quartals und des Gesamtjahres 2023 den Aktienmarkt, sodass die Wallstreet die schrumpfende Zinssenkungsfantasie gut verkraftete. Der populäre Dow Jones Industrial Average Index näherte sich in seinem fortgesetzten Aufwärtstrend erstmals in seiner Geschichte bis auf 110 Punkte der Marke von 40.000 Zählern. Der älteste Aktienindex der Welt beendete das Quartal mit einem Zuwachs um 5,6 Prozent bei 39.807 Punkten.
Der für den Gesamtmarkt repräsentativere S&P-500-Index überschritt im Februar erstmals 5.000 Punkte und beendete das Quartal mit einem Gewinn von 10,2 Prozent mit neuen Rekordwerten bei 5.254 Zählern. Der noch stärker von großen Technologie-Konzernen geprägte Nasdaq-100 überwand die Marke von 18.000 Punkten, markierte im März bei 18.465 Zählern einen neuen Rekordwert und beendete das Quartal mit einem Plus von 8,5 Prozent bei 18.255 Punkten.
Nebenwerte machten den Kursaufschwung nicht in der ganzen Breite des Marktes mit. Der Russell-2000, in dem die Aktienkurse von 2.000 US-Aktien ohne die 1.000 größten Unternehmen zusammengefasst werden, stieg in den ersten drei Monaten des Jahres nur um 4,8 Prozent.
Nachdem die erste Januarhälfte von einer Konsolidierung geprägt war, setzten sich die Aufwärtstrends auch an den europäischen Aktienmärkten fort. Dabei übertraf die Aufwärtsdynamik des Euro-STOXX-50 ab Ende Januar sogar diejenige der Wallstreet und der Nasdaq. Der Leitindex der Eurozone beendete das Quartal bei 5.083 Punkten mit einem Plus von 12,4 Prozent und dem höchsten Stand seit über 20 Jahren. Der paneuropäische STOXX 600 Index kletterte, ebenfalls ohne Dividendeneinrechnung, erstmals über 500 Punkte und erklomm damit neue historische Höchststände.
Auch nationale Aktienindizes wie der Deutsche Aktienindex DAX oder der französische CAC-40 erreichten neue Rekorde. Der DAX schaffte in den ersten drei Monaten des neuen Jahres einen Anstieg um 10,4 Prozent auf 18.492 Zähler, der CAC-40 um 8,8 Prozent auf 8.206 Punkte. Eine mögliche Aufholjagd europäischer Nebenwerte wollte in der Breite des Marktes noch nicht in Gang kommen. Insbesondere der MDAX für mittelgroße deutsche Aktien blieb klar hinter der Entwicklung der Standardwerte zurück. Er beendete das Quartal nahezu unverändert.
In Asien blieb die Börsenentwicklung sehr unterschiedlich. Die japanische Börse profitierte vom zunehmenden Interesse der Investoren. Sowohl viele in- als auch ausländische Investoren gelten bei japanischen Aktien als unterinvestiert. Der Nikkei-225-Index sprang in der ersten Januarhälfte über die Marke von 34.000 Zählern, die seit Mitte des Vorjahres einen Widerstand gebildet hatte, und stellte danach seinen alten Rekordwert aus dem Jahr 1989 ein. Dieser war auf dem Höhepunkt der Japan-Euphorie der 1980er Jahre erreicht worden. Ende März notierte der Nikkei-225 schließlich bei 40.369 Punkten und damit 20,6 Prozent höher als zum Jahresbeginn. Der modernere Topix Index verzeichnet mit 17,0 Prozent einen ähnlich hohen Zuwachs für das erste Quartal.
Ebenfalls zweistellige Prozentzuwächse im Fernen Osten verzeichnete außerhalb Japans der Aktienmarkt Taiwans. Der TWI Index stieg im ersten Quartal um 13,2 Prozent. Haupttreiber waren Kursgewinne der Elektronik-Werte, allen voran des Mikrochipherstellers und Indexschwergewichts Taiwan Semiconductor Manufacturing, kurz TSMC.
Der indische Aktienmarkt konnte dagegen seine Kursrallye nur noch verlangsamt fortsetzen. So verzeichnet der Sensex 30 Index der Bombay Stock Ex-change (BSE) für die ersten drei Monate des Jahres nur ein Plus von 2,0 Prozent. Nach den hohen Kursgewinnen zuvor kommt eine ausgeprägte Konsolidierung nicht überraschend, zumal auch die fundamentale Bewertung des indischen Aktienmarktes im Vergleich zu anderen Schwellenländern hoch ist. Relative Schwäche zeigten weiterhin die chinesischen Aktienmärkte. In Hongkong fiel der Hang Seng Index zeitweilig unter 15.000 Punkte und damit in die Nähe seiner Zehn-Jahres-Tiefs. Erst ab Februar zeigten sich Anzeichen einer Stabilisierung, wohl auch aufgrund von Maßnahmen der Regierung zur Stützung der Kapitalmärkte. Der Hang Seng Index kehrte immerhin in die Nähe der 17.000er Marke zurück. Er beendete das Quartal schließlich bei 16.541 Zählern mit einem Rückgang von 3,0 Prozent. Ähnlich schnitt der Shanghai A Aktienindex mit einem Verlust von 2,5 Prozent ab.

Die Aktienmärkte Lateinamerikas erlebten nach den Kursgewinnen im Vorjahr eine Konsolidierung. Der brasilianische Bovespa Index verlor bis Ende März 4,5 Prozent, der mexikanische IPC Index veränderte sich dagegen kaum (minus 0,1 Prozent).
Nachdem die Aktienkurse der großen Goldminenbetreiber 2023 vom Anstieg des Goldpreises profitiert hatten, bremsten im ersten Quartal Sorgen um hohe Kosten und Risiken die Aktienkurse. Der FT Goldmines Branchenindex verzeichnete für den Berichtszeitraum einen Rückgang um 2,2 Prozent, womit sich die Schere zwischen dem Goldpreis und den Aktienkursen der Goldminen wieder weit geöffnet hat.

Haftungsbegrenzung: Sämtliche Zahlen, Aussagen und Informationen in diesem Artikel dienen lediglich didaktischen und illustrativen Zwecken. Der Artikel ist an die allgemeine Öffentlichkeit gerichtet, jedoch nicht an einzelne Personen oder Anleger oder speziell an existierende oder zukünftige Kunden der Finanzring Gesellschaft für Vermögensberatung mbH & Co. KG. Auf keinen Fall sollte der Artikel oder die darin aufgeführten Informationen als Finanzberatung, Investitionsempfehlung oder als Angebot gemäß des deutschen Wertpapierhandelsgesetzes verstanden werden. Wir sind stets bemüht, Fehler zu vermeiden, und grundlegend bestrebt, korrekte Informationen im Artikel darzustellen. Historische Renditen und Wertsteigerungen sind keine Verbindlichkeit für ähnliche Werte in der Zukunft. In die gezeigten Wertpapierindizes ist kein direktes Investment möglich und sie enthalten keine Kosten und Steuern. Investitionen in Wertpapiere, Bankguthaben, Investmentfonds, Immobilien und Rohstoffe bringen hohe Verlustrisiken hervor, bis hin zur Gefahr des Totalverlusts. Auch können genannte Investmenttechniken zu enormen Verlusten führen. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige Schäden, die durch den Gebrauch der in diesem Artikel enthaltenen Informationen hervorgehen.

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Warum Unsicherheit unterbewertet wird

„Zahlreiche neue Studien belegen: Wer sich in Zeiten großer Umbrüche auf Ungewissheit einlässt, anstatt gegen sie zu arbeiten, leistet einen Beitrag für seine psychische Gesundheit.“

–Maggie Jackson, New York Times 1
Viele Menschen versuchen, Unsicherheit zu vermeiden oder wenigstens zu reduzieren. Sie hat jedoch auch ihre guten Seiten: Ohne den Faktor Unsicherheit gäbe es weder Überraschungen noch spannende Sportübertragungen. Genauso hätten die durchschnittlichen jährlichen Aktienrenditen während der letzten hundert Jahre auch nicht bei 10% gelegen.2

Auf die Renditen würde ich gerne genauer eingehen: Ohne Ungewissheit wären Renditen vorhersehbar; es würde keinen Unterschied machen, ob man sein Geld auf einem Sparkonto anlegt oder in Aktien investiert. Wir alle haben Jahre wie 2022 erlebt, in denen die Kurse deutlich gefallen sind, aber auch Jahre wie 2023, in denen sie enorm gestiegen sind. Das potenzielle Risiko ist die Voraussetzung für potenzielle Gewinne – Unsicherheit hat also durchaus etwas Gutes.

Doch oft wird mehr über die Nachteile von Unsicherheit gesprochen als über ihre Vorteile. Es gibt sogar einen Begriff, der ausdrückt, dass ein Verlust schmerzhafter sein kann als ein Gewinn in gleicher Höhe: Verlustaversion. Vielleicht ist das der Grund, warum Unsicherheit einen schlechten Ruf hat.

Ungewissheit macht das Leben zu einer ständigen Kosten-Nutzen-Analyse; wir müssen laufend Risiken steuern. Im Extremfall versuchen manche Menschen, Risiken komplett zu ignorieren, während andere versuchen, sie vollständig auszuräumen. Die meisten gehen einen Mittelweg. Wir können das Wetter nicht kontrollieren, aber wir können einen Regenschirm mitnehmen, wenn es nach Regen aussieht. Wir wägen die Kosten für das Herumtragen eines Regenschirms gegen den Vorteil ab, bei Regen trocken zu bleiben.
Risiken steuern wir auch in Bezug auf unsere Gesundheit, unsere Arbeit, unsere Familie und fast jeden anderen Bereich unseres Lebens – zum Beispiel bei der Geldanlage. Weil nur wenige Dinge sicher sind, müssen wir immer wieder große und kleine Entscheidungen treffen.

Der richtige Umgang mit Risiken wirkt sich positiv auf unser Leben aus. Um auf das Beispiel mit dem Wetter zurückzukommen: Wir wollen einen Regenschirm nur dann mitnehmen, wenn es so aussieht, als ob wir ihn brauchen könnten. Und beim Thema Geldanlage haben wir keinen Einfluss auf die Renditen am Aktienmarkt. Aber wir können die Risiken, die wir letztlich eingehen, zumindest steuern und darin besser werden. Wie gelingt das?

Versuchen Sie nicht, das Unvorhersehbare vorherzusagen.

WAS SIE VERMEIDEN SOLLTEN

Eine Möglichkeit der Risikosteuerung besteht darin, Dinge zu vermeiden, die man nicht tun sollte. Unabhängig davon, wie Sie persönlich zum Thema Gesundheitsvorsorge stehen, gibt es bestimmte Dinge, die – da ist sich die Forschung einig – für die meisten Menschen gelten: Frittierte Lebensmittel, Zigaretten und Zucker schaden der Gesundheit; sie zu vermeiden, erhöht Ihre Chancen, gesund zu bleiben. Auch Ihre Anlageergebnisse können Sie durch entsprechende Entscheidungen beeinflussen. Versuchen Sie nicht, das Unvorhersehbare vorherzusagen. Verzichten Sie daher auf Markt-Timing-Strategien und die Suche nach den vermeintlich besten Aktien.3

WAS SIE TUN KÖNNEN

Man kann jedoch auch positiv mit Risiken umgehen und sich die Erkenntnisse wissenschaftlicher Forschung zu Nutzen machen. In Bezug auf unsere Gesundheit bedeutet das, auf frittierte Lebensmittel, Zigaretten und Zucker zu verzichten, sich mehr zu bewegen, mehr Gemüse zu essen und regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen. Bei der Geldanlage können wir durch Diversifizierung unser Risiko senken und gleichzeitig an den Renditen der Märkte partizipieren. Dimensional wurde 1981 mit dem Ziel gegründet, die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung in tatsächlichen Produkten umzusetzen. Denn das führt nach unserer Überzeugung zu besseren Anlageergebnissen.

In diesem Zusammenhang hat sich gezeigt, dass Risiken berechenbarer sind als Renditen. Sie sollten also planen und überlegen, wie viel Risiko Sie eingehen wollen. Jeder Mensch ist anders – unabhängig davon, mit welchem Risikoniveau Sie sich wohlfühlen, sollten Sie auf eine Reihe unterschiedlicher Ergebnisse vorbereitet sein. Je eher Sie im ständigen Auf und Ab der Ungewissheit auf eine individuelle Anlagephilosophie zurückgreifen können, desto wahrscheinlicher ist Ihr langfristiger Erfolg.

SIE SCHAFFEN DAS

Sie wissen mehr über Geldanlage, als Ihnen bewusst ist – wie in jedem anderen Bereich des Lebens auch geht es um das Verhältnis von Risiko und Rendite. Sie wägen schon Ihr
ganzes Leben lang Chancen und Risiken gegeneinander ab. Bei der Geldanlage gilt wie im Leben auch: Es gibt gute und schlechte Jahre, aber das Wichtigste ist durchzuhalten
und zu schauen, was passiert. Deshalb sehe ich in der Unsicherheit eine positive Kraft und bin überzeugt, dass Menschen noch besser mit Risiken umgehen lernen können. In
fünf Jahrzehnten in der Finanzbranche habe ich mit Tausenden von Anlegern zusammengearbeitet und gesehen, wie sich ein besseres Risikomanagement positiv auf ihr Leben auswirkt. Versuchen Sie sich also nicht an Vorhersagen der Zukunft, sondern planen Sie, passen Sie Ihren Plan bei Bedarf an und finden die für Sie passenden Lösungen.

Treffen Sie die besten Entscheidungen, die unter ungewissen Umständen möglich sind, überprüfen Sie die Ergebnisse und nehmen Sie gegebenenfalls Änderungen vor. Ergebnisse zu akzeptieren heißt nicht, dass man seinen Gestaltungsspielraum nicht so gut wie möglich ausschöpfen oder Chancen nutzen sollte. Machen Sie Ihre Hausaufgaben und lernen Sie, Chancen und Risiken gegeneinander abzuwägen. Der Schlüssel liegt darin, eine Philosophie zu entwickeln, Ziele zu definieren und fest im Blick zu behalten und auf dem Weg dorthin Anpassungen vorzunehmen. Möglicherweise unterschätzen Sie nicht nur die Unsicherheit selbst, sondern auch deren positive Auswirkungen, wenn Sie sich darauf einlassen.


1. Maggie Jackson, „How to Thrive in an Uncertain World“, New York Times, 13. Januar 2024.
2. Angaben in US-Dollar. Berechnung auf Grundlage der jährlichen Renditen des S&P 500 Index, 1926 bis 2023. S&P-Daten © 2024 S&P Dow Jones Indices LLC, eine Unternehmenssparte von S&P Global. Alle Rechte vorbehalten. Anleger können nicht direkt in Indizes investieren, die Wertentwicklung eines Index zeigt daher nicht die mit der Verwaltung eines tatsächlichen Portfolios verbundenen Kosten an.
3. Eugene F. Fama and Kenneth R. French, „Luck versus Skill in the Cross-Section of Mutual Fund Returns“, Journal of Finance 65, Nr. 5 (2010): 1915–1947.

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